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Elvis Forever - USA

13.08.2007 - 21.08.2007

Memphis-Reise zum 30. Todestag

 

Memphis-Reise 2007:

Elvis Forever!

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Der Titel wurde zum Programm: „Elvis Forever“ hatten die EPG und das Reisebüro AAR ihre USA-Reise 2007 zum 30. Todestag von Elvis Presley genannt. Der schlichte Titel wurde den zutiefst beeindruckenden Erlebnissen vollauf gerecht; Elvis ist viel mehr als nur unvergessen!


Insgesamt 100 Elvis-Fans traten am 13. August 2007 von Frankfurt/Main aus die Reise in die USA an, die unter dem Titel „Elvis Forever“ nach Memphis, Tupelo, Lynchburg und Nashville führen sollte, um nicht nur die wichtigsten Stätten der Elvis-Geschichte zu besuchen, sondern auch – und ganz besonders – an der „Elvis Week“ zum 30. Todestag des King teilzunehmen. Offiziell begleitet wurde die Gruppe von den EPG-Vorstandsmitgliedern Sören Szameitat und Peter Beines, die Leitung vor Ort in den USA hatte Werner Michels vom EPG-Partner AAR inne. Voller Vorfreude und aufgeregter Erwartung ging es via Philadelphia bzw. Charlotte zuerst nach Nashville und von dort per Bus nach Memphis, Elvis’ Heimatstadt am Mississippi!

Nach der Ankunft in Memphis und dem Einchecken im Hotel gab es am Morgen des 14. August zunächst einen wichtigen offiziellen Termin für die beiden EPG-Vorstandsmitglieder, nämlich die Platzierung des EPG-Gestecks an Elvis’ Grab. USA-Korrespondentin Ilse Ouellette hatte bereits an den Tagen zuvor alles in bewährter Manier vor Ort organisiert, und so wurde bereits gegen 8.30 Uhr früh, als die ersten Sonnenstrahlen sich über Graceland und den Meditation Garden legten und noch bevor die ersten Besuchergruppen das Anwesen und das Grundstück bevölkerten, das Gesteck direkt ans Grab gestellt. Schon zu diesem Zeitpunkt war der gesamte Garten übersät mit Trauerkränzen, Blumengebinden und Gestecken aus aller Welt.

Das was sich in den folgenden beiden Tagen in Memphis abspielte, kann mit Worten kaum beschrieben werden. Schätzungsweise 100 000 Menschen aus allen Kontinenten der Erde waren in Elvis’ Heimatstadt gepilgert, um ihrer Trauer um den größten Entertainer aller Zeiten Ausdruck zu verleihen, aber auch um ihre ewige Treue zu diesem Elvis Aaron Presley zu bekunden. Vielleicht niemals zuvor bekam die altbekannte Redewendung „Elvis Forever“ soviel Gehalt, soviel Bedeutung, soviel Bestätigung. 30 Jahre nach dem Tod des King versammelten sich mehr Fans, Anhänger, Verehrer, Freunde und ehemalige Mitstreiter in der Elvis-Stadt als jemals zuvor. Der „Candlelight Service“, die Kerzenprozession zum Grab in der Nacht vom 15. auf den 16. August, begann gegen 19.00 Uhr, als zu den Klängen von „If I Can Dream“ die Tore von Graceland geöffnet wurden und sich eine schier endlose Kette von Menschen in  drückend schwüler Hitze langsam, würdevoll und tief bewegt auf den stundenlangen Weg zur letzten Ruhestätte des Königs machte. Nirgendwo wurde gedrängelt, nirgendwann wurde geschimpft. Bis zu 6 Stunden brauchten manche, bis sie ihr Ziel erreicht hatten und teilweise tränenüberströmt und mit Kerzen in oftmals zitternden  Händen am Grab standen… genau 30 Jahre nach der Tragödie, die die Musik des Elvis Presley nur scheinbar verstummen ließ. Diese Musik erklang derweil unentwegt aus den Lautsprechern, Gospels und Spirituals, Balladen und Hymnen. Diverse Fernsehsender berichteten live, darunter CNN direkt aus dem Anwesen, und im ersten Stock von Graceland brannte erstmals seit 1977 wieder das Licht. Es war so, als ob Elvis jeden Moment am Fenster seines Zimmers erscheinen, auf die gigantische Menschenmenge herabblicken und uns zurufen würde: „Danke, dass Ihr alle gekommen seid! Danke, dass Ihr mich nie vergessen habt!“ Elvis forever!

Am Abend des 16. August 2007 stand Elvis Presley noch einmal – ein allerletztes Mal – von den Toten auf und kehrte dank moderner (und in diesem Fall modernster) Technik auf die Bühne zurück. Im neuen FedEx-Forum in Memphis gab es das restlos ausverkaufte Mega-Konzert „The Elvis 30th Anniversary Concert“. Es war die ultimativ letzte Aufführung von „ELVIS – The Concert“ mit Elvis live on Screen und Original-Bands live on Stage. Und noch einmal waren sie fast alle gekommen: TCB Band und Joe Guercio mit Orchester, die Stamps und die Imperials, Voice und die Sweet Inspirations, DJ Fontana und die Jordanaires und selbst die altehrwürdige Lady Millie Kirkham. Ex-Frau Priscilla Beaulieu war ebenso da wie Tochter Lisa Marie Presley, die ganz in Rot gewandet unter unbeschreiblichen Jubelstürmen ein neues Duett mit ihrem Vater vortrug: „In The Ghetto“. Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war ein besonderer Gospelblock, an dem alle Chöre teilnahmen und der auch den 1998 verstorbenen Elvis-Freund JD Sumner würdigte. Die wohl stärkste Gänsehaut jedoch verursachte der Beginn der zweistündigen Show: Per Video wurde Elvis gezeigt, der – zunächst dargestellt durch einen Schauspieler – sich in Graceland im „Aloha Eagle Suit“ auf das Konzert vorbereitete, begleitet von Joe Esposito, Jerry Schilling und George Klein in ihren alten „Elvis In Concert“-Tourjacken sich per Hubschrauber gen FedEx-Forum aufmachte, auf dem Dach der gigantischen Arena landete, zu den Klängen von „Theme From 2001“ durch deren Gänge schritt… und schließlich per Hologramm-Technik in 1:1-Größe auf der Bühne erschien (projiziert aus „Aloha From Hawaii“) und diese abschritt, um alle Anwesenden zu grüßen, ehe weich und technisch gekonnt der Übergang auf die bekannte Leinwand und zu „C.C. Rider“ vollzogen wurde. 20 000 Menschen, die größte Kulisse, die jemals ein posthumes Elvis-Konzert besuchte, standen kopf. Elvis forever!

Raus und gleich wieder rein: Blitzschnell leerte sich das FedEx-Forum nach dem Hauptkonzert, ehe die meisten gleich wieder umdrehten und in die Arena zurückströmten. „Midnight In Vegas“ stand an, ein authentisches Las Vegas-Konzert im „ELVIS – The Concert“-Stil, also wieder mit Elvis live on Video und Original-Band live on Stage, das ausschließlich Material aus „Elvis – That’s The Way It Is“ verwendete. Weitere knapp 80 Minuten lang zeigten die TCB Band, die Imperials, die Sweet Inspirations, Millie Kirkham und Joe Guercio & Orchestra noch einmal ihr unverblasstes Können und vereinten sich ein nun wirklich allerletztes Mal mit ihrem Elvis auf der Bühne. Rund 15 000 Fans wohnten diesem mitternächtlichen Spektakel bei, erlebten also wie anno 1970 eine Dinner Show und eine Midnight Show, waren Bestandteil eines Tages, an dem – 30 Jahre nach seinem Tod – Elvis Presley noch einmal insgesamt 35 000 Fans zu Live-Konzerten in eine der gewaltigsten Arenen der Welt lockte! Elvis forever!

Neben den beschriebenen Höhepunkten brachte die EPG-Reise ihren Teilnehmern noch viele weitere Erlebnisse, die zutiefst beeindruckten und den meisten sicher ebenso immer im Herzen bleiben werden. Da war die „Elvis-Expo“, eine mehrtägige Art Elvis-Messe, bei der unzählige Aussteller (darunter viele ehemalige Musiker und Begleitsänger, aber auch Weggefährten wie Joe Esposito, Dick Grob und Larry Geller) sich den Fans präsentierten und ihre aktuellen Projekte vorstellten. Da war die Besichtigung vieler historischer Orte wie des Sun-Studios oder der Lauderdale Courts, da war natürlich der Besuch von Elvis’ Geburtsstadt Tupelo mit dem Geburtshaus und dem zugehörigen Museum, da gab es das wundervolle Barbecue-Dinner in der Jack Daniels-Distillerie in Lynchburg mit Country-Live-Musik (einschließlich zahlreicher Elvis-Songs!) vom Feinsten und es gab die beiden Abschlusstage in Musik-Mekka Nashville mit Besuchen des RCA-Studio B und der Country Music Hall Of Fame. Auch hier hieß es überall: Elvis forever!

Peter Beines
1. Vorsitzender, Elvis-Presley-Gesellschaft e.V.

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Foto: Werner Michels (AAR)

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