Neben seinen Millionen von Fans, gab es viele Menschen, die für Elvis Presley wichtig waren – Familienmitglieder, Freunde, Angestellte, Musiker und nicht zuletzt die berühmte "Memphis Mafia". Wir wollen hier einen möglichst großen Ausschnitt dieser Menschen zeigen, um es uns Fans leichter zu machen, den Überblick zu behalten.

 

Wir stellen Sie vor, die "Memphis Mafia", die Freunde, die Familie und, und, und...
Schon dieser Name lässt erahnen, dass sich dahinter ganz besondere Menschen verbergen!
Elvis hatte schon früh erkannt, wie wichtig es ist, sich auf seine Umgebung verlassen zu können und dass nicht jeder neue Freund auch tatsächlich einer ist. So dauerte es nicht lange nachdem Elvis zu einem Weltstar wurde, dass er sich stets mit Menschen umgab, die in ihm nicht nur den großen Superstar sahen. Vertrauenswürdige und loyale Begleiter auf die man sich verlassen konnte und die nicht nur die notwendigen Arbeiten erledigten, sondern auch in Freundschaft mit ihm verbunden waren. Dieser innere Kreis in dessen Mitte Elvis war, bildete einen Puffer, einen Schutzwall gegen die Tatsachen des echten Lebens und den Druck, der mit Ruhm verbunden war. 
Sie hatten Aufgaben als Bodyguards, Tourneemanager, Kammerdiener, Finanzverwalter, Chauffeur, Pausenclowns, Schutzschilder und Spielgefährten: Elvis‘ Jungs waren immer für ein kleines Footballspiel, einen nächtlichen Ausflug ins Kino oder auf eine Rollschuhbahn, ein paar Billardspielchen oder eine Rundfahrt mit den Golf Carts auf dem Grundstück zu haben. Sie waren ständig abrufbar: wann auch immer Elvis bereit war etwas zu unternehmen, waren sie es auch.
 
Aber sie hatten auch eine andere Seite, denn Elvis war eine Person des öffentlichen Lebens und bedurfte eines sensiblen Schutzes. Aus diesem Grunde trugen sie Waffen und übten sich im Kampfsport, nur für den Fall, dass das Unwahrscheinliche eintrat. Sie taten es sicher nicht wegen des Geldes - $ 250 pro Woche in den 1960er Jahren und in den späten 1970er Jahren um die $ 425 waren nicht wirklich attraktive Verdienstmöglichkeiten.
Elvis' Manager Colonel Parker sah die "Memphis Mafia" eher mit gemischten Gefühlen und Vernon Presley hielt sie für zu kostspielig und machte ihnen so das Leben schwer. Sie wurden angestellt und gefeuert, gefeuert und angestellt, aber irgendwie waren sie ständig in der Nähe und für Elvis da.
 
Für ihre Familien und Freunde war dieser Lebenswandel sehr schwierig.
Die Jungs der "Memphis Mafia" bekamen von Elvis viele Extras und abgesehen von dem extravaganten Lebensstil, an dem auch sie teilhaben durften, dem Reisen und dem Rampenlicht schenkte Elvis ihnen Geld, Schmuck, Autos und Kleidung. Das größte Geschenk war allerdings wohl seine Freundschaft und das Gefühl, Teil von etwas ganz Großem zu sein.
 
Die meisten Mitglieder der "Memphis Mafia", die Anfang der 1960er Jahre in Hollywood wegen ihres mafiösen Aussehens (Schwarze Anzüge, schwarze Krawatten...) diesen Namen bekamen, waren ihrem Boss und Freund für 25 Jahre treu. Viele davon sogar über seinen Tod hinaus.
Charlie Hodge, Billy Smith, Bitsy Mott, Alan Fortas, Cliff Gleaves, Gene Smith, George Klein, Jerry Schilling, Sonny und Red West, Jimmy Kingsley, Joe Esposito, Lamar Fike, Larry Geller, Louis Harris, Marty Lacker, Marvin (Gee Gee) Gambil, Ray Sitton, Richard Davis, Al Strada, Dick Grob, Dave Hebler und einige weitere Glückliche haben Elvis auf einer wilden Fahrt durch die Zeit begleitet und die meiste Zeit war für alle Beteiligten verdammt gut.

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A

Alden, Ginger

Alden war lokale Schönheitskönigin (Miss Traffic Safety, Miss Mid South und Vize - Miss Tennessee University) und sie hat die Auszeichnung, Elvis' letzte Freundin gewesen zu sein. Sie war die letzte Person, die Elvis in der Nacht vor seinem Tod noch lebend gesehen hat. Obwohl sie es nicht recht beweisen kann, behauptet Alden, dass Elvis ihr im Januar 1977 einen Antrag gemacht hat, um sie an Weihnachten 1977 zu heiraten. Was wir aber sicher wissen ist, dass er sie mit Geschenken überhäufte, darunter auch Autos und teuere Schmuckstücke.

In den frühen 1980er Jahren hatte sie eine kurze Schallplattenkarriere und sie machte viele Fernsehwerbesendungen. Sie schauspielerte in einer Reihe von Filmen über Elvis und verkaufte Geschichten über ihr Leben mit ihm an verschiedene Zeitungen.

 

 

 

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B

Biggs, Delta Mae Presley

Delta war Elvis‘ Lieblingstante und die Schwester seines Vaters. Nachdem sie selbst keine Kinder hatte, verehrte und verwöhnte sie Elvis dafür umso mehr. Als 1966 Deltas Ehemann Pat Biggs starb, schickte Elvis ihr einige seiner Freunde vorbei, um ihr bei der Organisation der Beerdigung zu helfen und um sie nach Memphis zu holen. Er setzte sie als Haushälterin auf die Gehaltsliste.

 Ihre Mutter Minnie Mae Presley lebte ebenfalls im Haus. Eigensinnig und überfürsorglich Elvis gegenüber, war sie dafür bekannt, sich mit Mitgliedern der "Memphis Mafia" anzulegen.

 

Black, Bill

Bill Black und Elvis
Bill spielte als Bassist zuerst bei den "Starlight Wranglers" mit Doug Poindexter und Scotty Moore bis er 1955 zusammen mit Scotty Moore und Elvis die "Blue Moon Boys" gründete. (Sein Bass von damals befindet sich heute im Besitz von Paul McCartney.) Bei ihren vielen Auftritten wurde „Blackie“ insbesondere dafür bekannt, dass er auf seinem Bass wie auf einem Pferd über die Bühne ritt.
1957 spielte er "Eddy", den Bassisten, in Elvis' zweitem Film "Loving You" ("Gold aus heißer Kehle") und bekam ebenfalls eine Rolle als Musiker im darauf folgenden Film "Jailhouse Rock" ("Rhythmus hinter Gittern"). Wegen finanzieller Unstimmigkeiten mit dem Colonel hörten Moore und Black im September 1957 auf, für Elvis zu arbeiten. Am 21. Oktober 1965 starb Bill Black im Baptist Memorial Hospital in Memphis an einem Gehirntumor.

Burk, Bill E.

Preisgekrönter Journalist der lokalen Zeitung "Memphis Press Scimitar", dessen Aufgabe es u. a. war, über Elvis - als Sohn der Stadt - zu berichten. Aus dieser Tätigkeit ergaben viele Treffen und Interviews mit Elvis und das Ergebnis war eine enge Freundschaft der beiden Männer.
Burk nahm Elvis mit auf dessen ersten Flug und half ihm, seine Flugangst zu überwinden. Burk war intimer Kenner der Elvis Szene, die er von erster Stunde an eng begleitete und ist deswegen hochangesehener Gast internationaler Elvis-Meetings auf der ganzen Welt gewesen.
Von Elvis-Experten unbestritten ist sein außerordentliches Fachwissen, welches er in mehreren Büchern über Elvis - insbesondere in seiner "Early Elvis" Trilogy - veröffentlicht hat. Zusätzlich war Burk Herausgeber des internationalen Elvis Fachmagazins "Elvis World", direkt aus Memphis.
Er verstarb im Alter von 76 Jahren, am 24. April 2008 im Baptist Memorial in Memphis.

 

Burton, James

James Burton ist der Lead Gitarrist der TCB Band. Er begann seine Karriere im Alter von 14 Jahren, als er in der Hausband von Shreveports berühmter „Louisiana Hayride Show“ spielte. Während er 1955 in der Band von Dale Hawkins spielte, schrieb er die Melodie für den Hit "Susie Q" und nahm ihn mit Hawkins auf. 1957 begann er seine neun jährige Arbeitszeit als Gitarrist von Ricky Nelson. Mitte der 1960er Jahre war Burton ein gefragter Studiogitarrist und machte auch selbst einige Aufnahmen.
Elvis selbst rief James Burton 1969 an und fragte ihn, ob er ihm helfen könnte, eine Band für sein Engagement in Las Vegas zusammenzustellen. Burton war von 1969 bis 1977 Elvis‘ Lead Gitarrist: ob in Las Vegas, auf den Tourneen oder bei vielen Aufnahmesessions. James war an Elvis' Seite.
Heute arbeitet er immer noch mit einem breiten Spektrum von Künstlern zusammen. James Burton wurde eine Ikone unter den Gitarristen und sein Einfluss auf Generationen von Musikern ist unbestritten.

Homepage der TCB Band: www.scheff.com/tcb

Inoffizielle Fan-Seite: www.jamesburton.cjb.net

 

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D

Davis, Richard

Davis war für Elvis' Garderobe verantwortlich und lange Jahre Mitglied der Memphis Mafia. Er war ein enger Freund und Vertrauter für Elvis. Seine Arbeit für Elvis begann Anfang der 1960er Jahre und obwohl er die "Memphis Mafia" in den frühen 1970er Jahren verließ, riss seine Verbindung zu Elvis nie ab.
Er war dabei als Elvis und die Beatles einen Abend mit einander verbrachten und auch als Elvis 1968 sein herausragendes Comeback feiern konnte.
Er sagte einmal, dass er nie ein Buch über Elvis schreiben würde, denn es würde keines geben, das Elvis gerecht werden könnte.
 
Richard Davis starb in der Nacht des 23. August 2004 an einem Herzinfarkt in seiner Geburtsstadt Memphis.

 

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E

Esposito, Joe / "Diamond Joe"

Joe war ein hochrangiges Mitglied der "Memphis Mafia". Er lernte Elvis kennen während er in Deutschland stationiert war. Ihre Freundschaft bestand bis zu Elvis' Tod.
Im Laufe der Jahre erfüllte er verschiedene Aufgaben für Elvis – unter anderem war er sein Tourmanager und Finanzverwalter. Esposito spielte kleinere Rollen in verschiedenen Elvis-Filmen, darunter "Clambake" ("Nur nicht Millionär sein"), "Stay Away Joe" ("Harte Fäuste, heiße Lieder") und "This Is Elvis" ("Das ist Elvis").„Diamond Joe“, wie Elvis ihn wegen seiner Heimatstadt Chicago und deren Beziehung zur wirklichen Mafia nannte, war der Mann, auf den sich Elvis verließ, wenn es um die Organisation ging. Joe regelte alles!
Als Teil der Familie gesehen, waren er und Marty Lacker Trauzeugen, als Elvis Priscilla heiratete und Joes damalige Ehefrau Joan war Ehrenbrautjungfer. Elvis‘ Freundschaft zu Esposito wurde auch nicht erschüttert, als er von Joe und seinem Partner Dr. Nick im Zusammenhang mit der Insolvenz ihres Racquetball-Unternehmens, "Presley Center Courts",verklagt wurde. Seinerseits beschützte Joe Elvis vor und nach seinem Tod, wobei er sogar so weit ging, in einem Zeitungsinterview zu sagen, dass Elvis keine Medikamente („welche auch immer“) genommen hätte.
Heute lebt er in Las Vegas und ist international ein heiß begehrter Gast bei Fanclub-Treffen.

Homepage von Joe Esposito: http://tcbjoe.com/

 

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F

Fike, Lamar

Lamar wurde in Memphis geboren und wuchs auch dort auf. Bereits als Teenager war er sehr an der Musikszene interessiert und er hing oft in den verschiedenen Tonstudios der Stadt herum, um sich die Musik anzuhören und die Musiker auch zu treffen.

An einem Tag im Jahre 1955 war er im Sun Studio und unterhielt sich mit Sam Phillips, als Elvis Presley herein kam und eines seiner verrückten bunten Outfits trug. „Er wollte sich mit seiner Kleidung von allen anderen abzuheben,“ sagt Fike. „Er brauchte sie, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und um sich von allen anderen jungen Typen zu unterscheiden, die damals auch herumhingen. Ich hätte mich selbst nie so angezogen, aber ich wusste gleich, was er damit bezweckte und ich fand das gut.“ Fike sah etwas besonderes in Elvis und das ungleiche Duo wurde zu Freunden.

Bereits 1957 war er ein festes Mitglied der "Memphis Mafia" und immer dabei. Fike war Elvis‘ rechte Hand: er kümmerte sich um Tourneen und überwachte die technischen Aspekte, die nötig waren, die Shows auf die Bühne zu bringen. Mit über 130 Kg war Fike – der einen „schwarzen Gürtel im Essen“ hat, wie David Stanley sagte – mit einem großartigen Sinn für Humor gesegnet und der Bereitschaft, nicht nur für eine Mahlzeit, sondern auch für einen Witz herzuhalten.

Elvis genoss es, auf seine Kosten Witze zu reißen, nannte ihn „Buddha“ oder „der große gesprenkelte Vogel“, aber Fikes Loyalität stand außer Frage und er war immer da, wenn Elvis ihn brauchte.

Als Elvis einberufen wurde, wollte auch Fike sich verpflichten. Er wurde allerdings wegen seines Gewichts abgelehnt. Dennoch kam er mit Elvis nach Deutschland und lebte zusammen mit ihm und seiner Familie zusammen, als Elvis seinen Wehrdienst ableistete.

Fike entdeckte einige Hits für Elvis, darunter "Kentucky Rain", "It’s Midnight" und "T-R-O-U-B-L-E" und im Laufe der Jahre entwickelte er ein enormes Netzwerk von Kontakten im Musikgeschäft. Er war einer der Sargträger bei Elvis‘ Beerdigung und setzte dann seine Karriere im Musikgeschäft fort.

Lamar Fike verstarb am 21. Januar 2011 im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Arlington, unweit von Dallas/Texas.

 


Fortas, Alan

Fortas war ein gefeierter Footballspieler in Memphis, seiner Heimatstadt und über lange Zeit ein Mitglied der "Memphis Mafia" . Von 1958 an war er als Bodyguard und Assistent im Team. Er war einer von Elvis‘ engsten Freunden und Vertrauten, ein verlässlicher und loyaler Angestellter. Fortas war dafür verantwortlich, dass die Reisen zwischen den Verpflichtungen , die Elvis absolvieren musste, einfach und reibungslos verliefen. Zeitweise leistete er Elvis auch auf der Bühne Gesellschaft und begleitete ihn mit dem Tamburin. Er ist auch im "NBC Special" von 1968 am Bühnenrand zu sehen. 1987 schrieb er das Buch "Elvis: Fraom Memphis to Hollywood"
 
Alan Fortas verstarb bereits am 23. September 1992 an seiner langen Krebserkrankung und ist auf dem Baron Hirsh Freidhof in Memphis beerdigt.

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G

Geller, Larry

Larry gab seine Stelle im Kult-Frisiersalon von Jay Sebring in Beverly Hills auf und wurde Elvis‘ persönlicher Friseur, nachdem er ihm im April 1964 nicht nur einen besonders guten Haarschnitt verpasst hatte, sondern sich Zeit für Elvis und seine spirituellen Sehnsüchte genommen hatte. Seine Begeisterung für Religion und das Spirituelle traf bei Elvis genau ins Schwarze und schon bald recherchierte Geller, der von den "Memphis Mafiosi" den Spitznamen „Guru“ erhalten hatte, die Bibliothek von Beverly Hills nach Büchern zu allen Aspekten des Spirituellen.
Die beiden Freunde konnten sich stundenlang über Religion, Parapsychologie, das Übernatürliche und die Welt des Mystischen unterhalten. Um seine Wertschätzung zu zeigen, schenkte Elvis Geller den üblichen weißen Cadillac.
Colonel Parker fühlte sich durch den wachsenden Einfluss von Geller bedroht und er versuchte ihn loszuwerden, doch Gellers Aura und Geller blieben. Elvis setzte seine Suche nach dem Spirituellen bis zu seinem Tode fort und las besonders viel über die übernatürlichen Gesichtspunkte der Religion. Dabei entwickelte die Vorstellung eine besondere Anziehungskraft auf ihn, mit seinem Bruder Jesse Kontakt aufzunehmen, der bei der Geburt gestorben war.
Larry war auch 1977 zur Stelle um den verstorbenen Elvis noch ein letztes Mal zu frisieren - so wie Larry es soviele Mal zuvor getan hatte.
Geller wirkte an zahlreichen Veröffentlichungen mit und schrieb auch selbst über seine persönlichen Erlebnisse mit Elvis: 1980 schrieb er zusammen mit Jess Stearn "The Truth About Elvis", 1983 schrieb er "Elvis’s Spiritual Journey" und 1989 "Elvis Speaks". Sein aktuelles Werk trägt den Titel "Leaves Of Elvis' Garden".



Gleaves, Cliff

Dieser Rockabilly Sänger war ein alter Freund aus Memphis und lernte Elvis schon 1956 kennen. Er begleitete Elvis nach Hollywood zu den Dreharbeiten zu "Love Me Tender" ("Pulverdampf und heiße Lieder") und er war im Studio bei der Jam-Session des "Million Dollar Quartett" anwesend, die 1956 rein zufällig mit Elvis, Jerry Lee Lewis, Johnny Cash und Carl Perkins zustande kam. Er machte Elvis mit Anita Wood, seiner späteren Freundin, bekannt. Er begleitete Elvis  1957 zu seiner ärztlichen Musterung für den Militärdienst und verbrachte seine Zeit bei der Army ebenfalls in Europa. Gleaves machte seine eigene Karriere, kam aber immer wieder nach Graceland um Elvis zu besuchen.
Am 4. Juni 2002 verstarb Cliff Gleaves.

 

Grant, Currie

Als ein Mitglied der "Air Force Intelligence" und mit der Schwester von Tony Bennet verheiratet, war Currie in der Nähe von Wiesbaden stationiert, als Elvis seinen Militärdienst ableistete. Im November 1959 schrieb er Rock & Roll Geschichte, als er Elvis mit Priscilla Beaulieu bekannt machte. Damals war Elvis 24 und Priscilla 14. Laut Curries Version der Geschichte traf Priscilla ihn in einem Klub, stellte sich ihm vor und sagte, sie wolle Elvis treffen. Sie behauptet jedoch, dass Currie an sie herangetreten wäre. Egal welche Geschichte stimmt, Currie brachte einige große Steine ins Rollen, als er und seine Frau Carole an diesem schicksalhaften Tag Priscilla zu dem von Elvis gemieteten Haus in der Goethestrasse 14 in Bad Nauheim in Deutschland begleiteten.

 

Grob, Dick

Mit einem Abschluss der "Air Force Academy" und als Jagdflieger stieß Grob 1969 zur Memphis Mafia. Schnell wurde er der Sicherheits-Chef auf Graceland und auf den Tourneen quer durch die USA. Grob lernte Elvis kennen, als er für die Polizei in Palm Springs arbeitete. Die beiden Männer kamen gleich gut miteinander aus und Elvis vertraute ihm buchstäblich sein Leben an. Grob war mehr als qualifiziert für diese Aufgabe, denn er hatte bereits für das FBI und die CIA gearbeitet und aufgrund dessen besondere Ausbildungseinheiten absolviert, die ihm für die Arbeit für Elvis sehr zugute kamen.
Dick war an jenem tragischen 16. August direkt vor Ort und blieb auch nach den Trauerfeierlichkeiten dem Estate als Sicherheitsberater erhalten. In dieser Zeit arbeitete er direkt für Elvis' Vater Vernon.
Dick Grob hat ein Buch verfasst "The Elvis Conspiracy", das sehr detailliert über die Ereignisse rund um Elvis' Tod berichtet und in der Elvis' Welt mit großem Interesse aufgenommen wurde.
 

Guercio, Joe

Joe Guercio kann auf eine sehr produktive Karriere zurückblicken, aber am bekanntesten ist er  wahrscheinlich für seine Arbeit mit Elvis Presley. Er war der Dirigent des großen Orchesters bei den Elvis-Konzerten vom Sommer 1970 bis zum Juni 1977, als Elvis seinen ultimativ letzten Auftritt hatte.
Elvis war bekannt für seine Spontaneität  und Improvisationen auf der Bühne und alle anderen mussten immer zu allem bereit sein. Guercio erinnert sich: "Dazu gibt es eine hübsche Geschichte. Nach einer der ersten Shows fragte mich jemand, wie es sei, mit Elvis auf der Bühne zu stehen. Ich antwortete: «Versuch du mal eine Murmel einzufangen, die eine Steintreppe runterkullert!» So war er: Eine Murmel, die die Treppe runterrollte. Als ich am nächsten Tag meinen Garderobenschrank öffnete, lagen darin überall Murmeln. Murmeln auf dem Boden, die ganzen Kleidertaschen waren voll davon. Auf dem Spiegel stand geschrieben: «Folge der Murmel – E. P.» Typisch Elvis."
Unter zahlreichen Beiträgen, die er zu den Elvis-Shows leistete, war es auch Guercio, der den Vorschlag machte, dass Elvis‘ Shows mit dem Thema von "2001 – A Space Odyssey" ("Also sprach Zarathustra") beginnen sollten. Die Idee entstand, als Guercio mit seiner ersten Ehefrau die mittlerweile klassische Szene aus dem Film im Kino sahen. Als die Musik begann, beugte sich Mrs. Guercio zu ihrem Mann herüber und flüsterte: „Jetzt hätte man meinen können, Elvis käme gleich herein.“


H

Hardin, Glenn D.

Hardin ist der Pianist der TCB Band. Er wuchs in Texas auf und zog im Herbst 1961 nach Los Angeles, nachdem er die U.S. Navy verlassen hatte. Anfang 1962 spielte er im "Palomino Club" Klavier und begann schon bald mit den "Crickets" zu touren. Er tourte drei Jahre lang mit Emmylou Harris, elf Jahre lang mit den "Crickets" und sechzehn Jahre lang mit John Denver. Seine Arbeit führte ihn um die ganze Welt. Aber von 1970 bis 1976 arbeitete er für Elvis und brachte ihm sicherlich ein Stück Unsterblichkeit ein: Hardin saß bei den allermeisten Konzerten am Flügel und unterstützte Elvis mit seinem Spiel. Glenn zeichnete sich aber auch durch seine Tätigkeit als Arrangeur aus, denn viele von Elvis' Live-Songs arrangierte Hardin auf seine unnachahmliche Weise.

 

Homepage der TCB Band: www.scheff.com/tcb

Hebler, David

Dave lernte Elvis 1972 in seinem Karate-Studio in Santa Monica, Kalifornien kennen. Von da an bis 1976 war er einer von Elvis' Leibwächtern, bis er zusammen mit Red und Sonny West gefeuert wurde.
Dave Hebler schrieb zusammen mit Red und Sonny West das wohl umstrittenste Buch über Elvis und sein Leben "Elvis: What happened?".
Heute ist Hebler auch in Sachen "Elvis" unterwegs und hat 1999 sogar eine eigene Elvis-Show "The Elvis Experience" produziert.

 

Hodge, Charlie

Charlie Hodge, ein Name, der jedem Elvis-Fan ein Begriff sein dürfte.
Charlie war von Hause aus ein Gitarrist und Sänger. Hodge und Presley lernten sich 1956 während den Aufnahmen zu einer Fernsehsendung kennen und mochten sich sofort. Sie wurden zur selben Zeit zur Army einberufen, durchliefen miteinander die Grundausbildung in Fort Hood, kamen auf dem selben Truppendampfer nach Europa und wurden miteinander in Deutschland stationiert.
Mehr als 17 Jahre lang lebte er auf Graceland und kümmerte sich um die persönlichen Belange von Elvis. Auf Tour war er immer an seiner Seite, um ihm die zum Markenzeichen gewordenen Schals zu reichen, die Elvis während seinen Auftritten ins Publikum warf. Er sang mit Elvis und sorgte dafür, dass stets ein frisches Glas Wasser oder "Gatorade" in Reichweite stand.
Charlie war wegen seiner Größe von nur 1,60 m das Ziel vieler Witze - besonders Elvis hatte seinen Spaß daran.
Hodge hatte in vielen Elvis Filmen kleine Rollen z. B. in "Clambake" ("Nur nicht Millionär sein"), "Speedway "("Speedway") und "Charro!" ("Charro"). Zusammen mit Red West schrieb Hodge "You’ll Be Gone", das Elvis 1965 auch tatsächlich aufnahm.
Charlie Hodge war wohl einer der loyalsten von Elvis' Begleitern und blieb dies auch noch nach dem Tag, an dem er Elvis im Krankenwagen auf seiner letzten Reise ins Baptist Memorial Hospital in Memphis begleitete.
Charlie verstarb am 3. März 2006 an Lungenkrebs in Knoxville, Tennessee.
 


I

The Imperials / Elvis' Imperials

Die "Imperials" arbeiteten 1966 das erste Mal mit Elvis, als sie in den Sessions für sein "How Great Thou Art" Album zusammen mit den "Jordanaires" im Background sangen. Später bekam Elvis mit diesem Album seinen ersten Grammy . Von 1969 bis zur zweiten Hälfte des Jahres 1971 arbeiteten die "Imperials" regelmäßig für Elvis auf der Bühne und im Aufnahmestudio. Ein besonderes Highlight ihrer Zusammenarbeit war 1971 die Aufnahme von "He Touched Me", dem Album mit dem Elvis seinen zweiten Grammy gewann.
Jake Hess, die Gospel Legende und ehemaliges Mitglied des "Statesmen Quartet", gründete 1964 die "Imperials" und stellte damit eine Spitzengruppe für die Gospelmusik-Industrie zusammen. In den späten 1960er Jahren hatten sie ein neues Äußeres und einen neuen Sound, etwas moderner, wodurch sie die Kritik der Konservativen auf sich zogen, aber die Gruppe behielt die Oberhand.
Sie verkauften viele Platten und hatten regelmäßige Auftritte in den Sälen von Las Vegas, Reno und Lake Tahoe. Wie bei so vielen, lange bestehenden Gruppen hat es auch bei den "Imperials" im Laufe der Jahre personelle Veränderungen gegeben. Terry Blackwood, Jim Murray, Joe Moscheo und Roger Wiles waren Mitglieder der "Imperials" als die Gruppe für Elvis arbeitete.
Sherman Andrus kam 1971 zu der Formation, kurz nachdem sie aufgehört hatten für Elvis zu arbeiten. Da Elvis jedoch gerne nach seiner Show noch sang und vornehmlich Gospels in seinem Repertoire hatte, lernte Sherman Elvis trotzdem noch kennen, weil die Imperials oft informell mit ihm zusammen kamen und stundenlang miteinander sangen. Auch nachdem J.D. Sumner & "The Stamps" den Platz auf der Bühne hinter Elvis eingenommen hatten.
Joe Moscheo: "Wir haben uns nicht von Elvis getrennt, sondern vom Colonel!"

Homepage der Imperials: http://www.elvisimperials.com/

 

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J

Jarvis, Felton

Felton wurde 1966 Elvis‘ Produzent bei RCA, als er den Job von Chet Atkins übernahm, der anfing Elvis‘ Karriere zu vernachlässigen, als er selbst die Karriereleiter nach oben kletterte. Aggressiv, talentiert und in gewissem Maße exzentrisch – er liebte Schlangen – war Jarvis genau der Mann, den Elvis brauchte, um seiner Karriere neuen Schwung zu geben.

1970 verließ Jarvis RCA, um ganz für Elvis zu arbeiten. Jarvis produzierte die Plattenaufnahmen und er überwachte die Konzerte. Er kämpfte mit Colonel Parker und dem Management bei "Hill and Range" für faire Tantiemen, um einige von Elvis‘ besten Komponisten zurückzugewinnen und er hatte Erfolg, wodurch Elvis in den 1970er Jahren Zugang zu Material bekam, mit dem er einen weiteren Schwung an Hits zustande brachte.
Nach Elvis' Tod kehrte Jarvis ins Studio zurück und nahm einige von Elvis‘ Melodien neu auf, indem er zusätzliche instrumentale Spuren hinzufügte und den Songs so ein jüngeres Gesicht geben wollte.
Felton war schon zu Elvis' Lebzeiten krank und hat Elvis sein Leben, in Form einer Nierentransplantation, zu verdanken. Letztendlich viel zu früh starb Jarvis 1981 nach einem Schlaganfall im Alter von 46 Jahren.

Jenkins, Mary

Jenkins arbeitete 14 Jahre lang als Köchin auf Graceland und sie war jeden Tag abrufbar, um für Elvis und alle anderen Anwesenden, zu jeder Tages- und Nachtzeit Mahlzeiten zuzubereiten.
Sie war eine großartige Südstaatenköchin, die Elvis mit all seinen Leibgerichten versorgte – einschließlich Sandwiches mit Erdnussbutter und Bananen und seinem Standardessen bestehend aus Kartoffelbrei, Sauerkraut, sehr kross gebackenem Speck und ihrer selbstgemachten Suppe. Mary Jenkins wurde ein Teil der Familie und so wurde sie auch von Elvis behandelt. All die Jahre lang kümmerte sich Elvis gut um Mary: er kaufte ihr ein Haus und einige Autos. Sie spielte mit in "This Is Elvis" ("Das ist Elvis") und schrieb ein Buch über ihr Leben mit dem King mit dem Titel "Elvis, The Way I Knew Him".
Mary Jenkins starb im Juni 2000 an Komplikationen nach zwei Schlaganfällen in Memphis, Tennessee, im alter von 78 Jahren.

 

The Jordanaires

Elvis hatte die "Jordanaires" auftreten sehen, als er noch in den Kinderschuhen seiner Karriere stand und zum Zeitpunkt als Elvis die Gruppe kennenlernte, hießen ihre Mitglieder : Gordon Stoker (1. Tenor und Manager), Neal Matthews (2. Tenor), Hoyt Hawkins (Bariton) und Hugh Jarrett (Bass). Als Elvis soweit war, dass er selbst erfolgreiche Aufnahmen machte, wollte er nur mit ihnen singen.
Bei der ersten gemeinsamen Session 1956 entstanden solche Welthits wie "Hound Dog", "Don’t Be Cruel" und "Any Way You Want Me". Im Laufe der Jahre arbeitete die Formation weiterhin für Elvis und sie traten natürlich auch in einigen seiner Filme auf, darunter "King Creole" ("Mein Leben ist der Rhythmus") und "G.I. Blues" ("Café Europa").
Elvis selbst war davon überzeugt, dass er seinen frühen Erfolg den "Jordanaires" zu verdanken hatte. Egal ob das stimmt oder nicht, es war eine Schuld, die er nie vergaß.

 

Homepage der Jordanaires: www.jordanaires.net

 

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K

Keisker, Marion

Marion ist die Person, die Elvis eigentlich entdeckte und die dafür gewürdigt werden sollte. Als Sekretärin des "Memphis Recording Services" und Kennerin guter Musik, war sie an diesem 18. Juli 1953 im Büro, an dem Elvis hereinkam, um "My Happiness" und "That’s When Your Heartaches Begin" aufzunehmen. Weil sie etwas an diesem jungen Mann ansprach, schaltete sie das Tonbandgerät ein und ließ sich nach der Session seine Adresse und Telefonnummer geben.
Sie gab das Tonband an Sam Phillips weiter und der Rest ist Geschichte.
Es folgt nun der wohl berühmteste Wortwechsel, den Marion und Elvis an diesem schicksalhaften Tag hatten:
„Welche Art von Musik singen sie?“
„Ich singe alles.“
„Wie wer klingen sie?“
„Ich klinge wie niemand sonst.“
„Hillbilly?“
„Ja, ich singe Hillbilly.“
„Wie welcher Hillbilly-Sänger klingen sie?“
„Ich klinge wie niemand sonst.“
 
Marion Keisker ging 1957 zur U.S.-Air-Force und schaffte es bis zum Rang eines "Captains". Als Angehörige der Air-Force traf sie dann auch 1960 Elvis wieder, als dieser gerade auf dem Weg von Deutschland nach Hause in die USA war.
Keisker verstarb am 29.12.1989 im Alter von 72 Jahren an einer Krebserkrankung.

 

Kingsley, Jim

Jimmy Kingsley, nicht zu verwechseln mit dem Reporter des Memphis Commercial Appeal, war Hollywood Stuntman bevor er bei der "Memphis Mafia" als Bodyguard arbeitete. Er war außerdem Filmdouble für Elvis und hatte so einen Platz im inneren Kreis auf Graceland.
Jim Kingsley starb am 22. Februar 1989 in Memphis.

Kirkham, Millie

Millie Kirkhams Verbindung mit Elvis Presley entstand 1957 durch eine Aufnahmesession, die unter anderen Klassikern auch "Blue Christmas" hervorbrachte, bei dem wohl der herausragendste Backgroundgesang aufgenommen wurde, den sie und die "Jordanaires" jemals für den Superstar gemacht hatten.
Während der nächsten 20 Jahre konnte Kirkhams starke und klare Sopranstimme auf vielen von Elvis‘ Pop-, Rock-, Gospel- und Country-Aufnahmen gehört werden: "The Wonder Of You", "Surrender", "How Great Thou Art", "Polk Salad Annie", "Bridge Over Troubled Water", "Don’t", "Just Pretend", "Devil In Disguise", "C.C. Rider" und noch viele mehr.
Sie sang außerdem für Elvis auf Filmsoundtracks und stand mit ihm bis 1970 in Las Vegas auf der Bühne. Familiäre Verpflichtungen hinderten sie daran, Elvis‘ regelmäßig auf den Tourneen zu begleiten. Kirkham arbeitete mit allem was Rang und Namen in der Musikwelt hat und ist aus Nashville nicht wegzudenken.

 

 

 

Klein, George

Klein war mit Elvis auf der "Humes High School" und dort entstand eine lebenslange Verbindung.
Als George Elvis zu Beginn seiner Karriere überredete, in einer lokalen Radiosendung aufzutreten, war die Reaktion des Publikums enthusiastisch und einer neuer Stern funkelte am Entertainmenthimmel.
Als DJ und Programmdirektor von WHBQ, war er ein starker Verbündeter für Elvis und den „neuen Rock & Roll“. Elvis vergaß diese Unterstützung nie.
George gehörte auch der "Memphis Mafia" an und begleitete Elvis und die Jungs so oft es ging nach Hollywood oder Las Vegas.
Klein hatte kleine Rollen in Elvis‘ Filmen wie "Frankie And Johnny" ("Frankie  und Johnny") und "Double Trouble" ("Zoff für Zwei"). 1977 wandte sich Elvis für ihn sogar an Präsident Carter, als ihm eine Gerichtsverhandlung wegen Postunterschlagung drohte. Klein machte Elvis mit Ginger Alden bekannt und zum Schluss war er einer der Sargträger bei Elvis' Beerdigung.
 
Heute hat George Klein immer noch eine Radiosendung in Memphis: jeden Freitag sendet er live von der "Graceland-Plaza" für den Sender Sirius und ist als Gast bei vielen Meetings der Elvis-Fans gefragt.

 

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L

Lacker, Marty

Obwohl sie nicht sofort mit einander befreundet waren, hatten Marty und Elvis doch etwas gemeinsam, das sie in ihrer gemeinsamen Zeit in der "Humes High School" nicht aneinander vorbeikommen ließ: die Vorliebe für extravagante Kleidung!
Erst 1960 herum wurde er ein Mitglied der Memphis Mafia und begann für Elvis zu arbeiten.
Lacker war stets zuverlässig, spielte aber hinter Joe Esposito nur die zweite Geige. Als Joe dann während der 1960er Jahre es eine Zeit lang ohne Elvis versuchte, ersetzte Lacker ihn tadellos. arbeitete bis 1967 für Elvis. Genauso wie andere Mitglieder der Crew hatte Lacker viele Aufgaben, die er für Elvis erledigte, wie z.B. als sein persönlicher Aissistent. Elvis schenkte ihm mehrere Autos und auch einiges an Schmuck im Laufe der Jahre, aber seine Frau Patsy denkt, dass Elvis ihn auch zu Medikamentenmissbrauch verführte. Zusammen mit Joe Esposito war er Trauzeuge bei Elvis‘ Hochzeit kurz bevor er 1967 gefeuert wurde. Zusammen mit seiner Frau wirkte er 1979 an dem Buch Elvis, Portrait of a Friend mit.

 

Homepage der Memphis Mafia: www.blacksheep.com/portfolio/memphismafia

 

Locke, Dixie

Während ihrer High School Zeit und auch noch darüber hinaus, ging Dixie regelmäßig mit Elvis aus und wird allgemein als seine erste Freundin angesehen. Sie lernten sich 1953 an einer Rollschuhbahn kennen und waren bis 1955 fast unzertrennlich. Sie gingen zu Footballspielen, hatten Verabredungen mit anderen Paaren und sie gingen gemeinsam zu Dixies Schulabschlussball. Elvis sagte, er hätte Dixie heiraten wollen, aber sie hätte ihn zurückgewiesen, weil er ihr zu viel Zeit auf Tour und zusammen mit der Band verbrachte. Das Paar trennte sich zwar, aber blieb aber in engem Kontakt und Dixie war sogar in Elvis‘ erstem Fan Club aktiv.
Nach Elvis' Tod hat Dixie Locke-Emmons jahrelang kein einziges Interview gegeben. Sie war der Meinung, dass dies ein Teil ihres Lebens war, den sie der Öffentlichkeit nicht offenbaren wollte, da sie vermeiden wollte, dass ihre Beziehung zu einer Story der Regenbogenpresse verkommen würde.

 

 

 

 

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M

Mansfield, Donald (Rex)

Mansfield war einer der zwölf Soldaten, die mit Elvis nach Fort Chaffee, Arkansas kamen. Er wurde auch mit Elvis nach Deutschland versetzt und es entwickelte sich eine Freundschaft, die erst dann zu Ende ging, als Rex und Elisabeth Stefaniak, die für Elvis als Sekretärin arbeitete, sich in einander verliebten.
Auch Elvis hatte wohl eine Vorliebe für Elisabeth, ging aber natürlich auch anderen Interessen nach. Schließlich heiratete er Elisabeth und obwohl die beiden Elvis gegenüber sehr freundschaftlich und sensibel darüber sprachen, zog Elvis sich von Rex und Elisabeth zurück.
 
1983 schrieben er und seine Frau das Graceland-Buch "Elvis in Deutschland" (und "Elvis The Soldier"). 2002 wurde in Kanada und USA das Buch "Sergeant Presley: Our Untold Story Of Elvis' Missing Years" veröffentlicht.

 

Margret, Ann

Geboren in Schweden schaffte Ann-Margret den Sprung nach Las Vegas und bei einem Auftritt mit einer kleinen Band im Dunes Hotel wurde sie von George Burns entdeckt.
Sie ging über zu Fernsehauftritten und 1961 bekam sie auch eine Filmrolle in "Pocket Full of Miracles" ("Die unteren Zehntausend"). Ihre erste Hauptrolle spielte sie 1963 in "Bye, Bye Birdie" ("Bye, Bye Birdie").
Sie lernte Elvis kennen, als sie die weibliche Hauptrolle in "Viva Las Vegas" ("Tolle Nächte in Las Vegas") spielte und die beiden bauten eine Beziehung auf, die für den Rest des Lebens Bestand hatte. In ihrer Autobiografie beschreibt sie vorsichtig die ganz offensichtlich starke Bindung, die zwischen ihr und Elvis entstanden war; sicherlich waren sie mehr als nur Freunde.
Kurz nachdem Elvis Priscilla geheiratet hatte, wagte auch sie sich vor den Traualtar.
 Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Schauspieler Roger Smith, nahm sie an Elvis‘ Beerdigung teil und verbrachte einige Zeit gemeinsam mit der Familie auf Graceland.
In all den Jahren nach Elvis' Tod war sie stets sehr zurückhaltend, wenn es darum ging, über ihr Verhältnis zu Elvis zu sprechen. Sicherlich ein Ausdruck ihrer noch immer währenden Liebe.

 

Homepage von Ann Margret: www.ann-margret.com

Mississippi Slim (Carbel Lee Ausborn)

Mississippi Slim war ein Country Sänger, der mit dem jungen Elvis befreundet war und seinen Gesang inspirierte. Der berühmte Mississippi Slim begleitete den neunjährigen Elvis, als er „Old Shep“ für WELOs „Black and White Jamboree“ sang.
Slim hatte samstags seine eigene Radiosendung auf WELO und Elvis besuchte ihn oft dort. Sein Bruder James Ausborn war Elvis‘ Schulfreund. Durch Mississippi Slim bekam Elvis einen Eindruck von der echten Musikwelt und er blickte auf Slim wie zu einer Vaterfigur auf.

 

Moore, Scotty

Von der Öffentlichkeit bekam Scotty Moore nicht die Anerkennung für seine Beteiligung an der Formierung des unverwechselbaren Stils des jungen Elvis Presley, die er verdient hätte, aber die Wahrheit ist, dass Elvis ihm viel zu verdanken hatte und er Scotty das auch wissen liess.
Moore war ein innovativer junger Gitarrist mit einem mitreißenden Stil, der im Memphis der frühen 1950er Jahre auftrat. Er spielte mit Doug Poindexters "Starlight Wranglers" als Sam Phillips ihn anrief und fragte, ob er mit einem neuen Typen spielen wollte, der etwas Talent hatte, aber noch viele rauhe Kanten. Elvis traf sich mit Scotty in seinem Haus, zusammen mit einem anderen Musiker namens Bill Black und sie spielten einige Lieder miteinander. In der Woche darauf hatten sie eine Session in den Sun Studios und in einer Pause, fanden sie wie zufällig mit "That’s All Right, Mama" den Song, der die gesamte Musikwelt auf den Kopf stellen sollte.
Phillips war beeindruckt und Elvis war auf dem Weg nach oben. Elvis nahm Scotty kurze Zeit später als seinen Manager unter Vertrag, aber gleichzeitig Agent und Musiker zu sein war mehr als Scotty schaffen konnte, und so wurde der Vertrag ohne schlechtes Gewissen wieder aufgelöst. Zwei weitere Jahre lang tourten Elvis, Scotty und Bill als die "Blue Moon Boys" durch den Süden. Als Colonel Parker Elvis' Management übernahm dauerte es nicht mehr lange bis sie sich wegen Unstimmigkeiten bei Honorarfragen voneinander trennten.
Bis Elvis in die Army eingezogen wurde arbeiteten beide Musiker noch weiterhin für Elvis. Black trennte sich 1960 dann vollständig, aber Moore war immer noch an Elvis' Seite, bis ihn Meinungsverschiedenheiten 1968 endgültig zwangen, die gemeinsame Arbeit zu beenden. Es war Moores starke Lead Gitarre und seine mutigen und mitreißenden Riffs, die einen großen Teil des frühen „Elvis Presley Sounds“ ausmachten.

Homepage von Scotty Moore: www.scottymoore.net/

Mehr über Scotty Moore auf der Homepage der Rock ’n’ Roll Hall of Fame:

www.rockhall.com/hof/inductee.asp?id=223

 

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N

Neal, Bob

Kurz nachdem Elvis den Vertrag mit Scotty Moore beendet hatte, wurde Neal Elvis‘ Manager. Ursprünglich war Bob DJ in Memphis, der seine eigene Radiosendung"The Bob Neal Farm Show" hatte, bis er 1952 hauptberuflich Manager wurde. Er arbeitete drei Jahre lang für Elvis, bis sich Colonel Tom Parker dazwischen drängte und ihm Elvis abspenstig machte.
Neal half Elvis auch sein erstes Auto (einen vier Jahre alten Lincoln Continental) zu finanzieren. Anders als Parker, der nie einem Klienten half, etwas zu finanzieren, war Neal ein hilfsbereiter Mensch voller Mitgefühl, der Ukulele spielte und einen wundervollen Sinn für Humor hatte.
Parker unterschrieb mit Elvis einen Vertrag, der ihm als Manager 25% der Einnahmen des jungen Sängers sicherte.
Elvis, der sich schlecht fühlte, weil er Neal verlassen hatte, zahlte ihm für einige Jahre 15% seiner Einnahmen aus seiner eigenen Tasche . Neal managte weiterhin eine ganze Reihe Country und Rock Stars, darunter Johnny Cash und Jerry Lee Lewis.

Aber bis er 1983 starb traf er nie mehr einen weiteren Elvis.
 

 

Nichopoulos, Dr. George Constantine / Dr. Nick

„Dr. Nick“ war Elvis' enger Freund und persönlicher Arzt seit Beginn der 1970er Jahre. Im Laufe der Jahre stellte er Rezepte für höchst suchtgefährdende Betäubungsmittel aus.
Viele geben ihm zumindest eine Teilschuld an Elvis‘ Medikamentenmissbrauch und in letzter Konsequenz auch an seinem Tod.
1980 wurde er über den Zeitraum von mehreren Monaten vom "Tennessee Board of Medical Examiners" wegen zu hoher Medikamentenausgabe in zehn Fällen suspendiert . Zu seinen Patienten zählten u. a. auch Jerry Lee Lewis und Marty Lacker, aber in der Verhandlung wurde er vom Vorwurf des unprofessionellen Handelns befreit. Trotzdem gab es mindestens einen bestätigten Anschlag auf sein Leben.
"Dr. Nick" betonte früher wie heute, dass er Elvis und seinen Medikamentenmissbrauch immer gut im Blick hatte, aber er leider nicht der einzige Arzt war, den Elvis aufsuchte und von anderen Medizinern weitaus bedenkenloser die begehrten Tabletten bekommen konnte.
George Nichopoulos hat an den Folgen eines schweren Schlaganfalls zu leiden, konnte jedoch mit der Unterstützung einer Co-Autorin ein Buch mit dem Titel "What really happened to Elvis and me" schreiben, das viele Informationen beinhaltet.

 

Nixon, Richard Milhous

Die Geschichte rund um das Treffen zwischen Elvis und dem damaligen Präsidenten der Verinigten Staaten ist mittlerweile legendär:
Spontan fuhr Elvis kurz vor Weihnachten 1970 nach Washington, D.C. um im Weißen Haus auf den Präsidenten treffen zu dürfen. H.R. Haldeman stimmte dem Treffen zu und am frühen Nachmittag des 21. Dezember 1970 betrat Elvis das Oval Office, mit einem als Geschenk eingepackten 45er Colt, den er an der Sicherheitskontrolle vorbeigebracht hatte, für Richard Nixon.
Während dieses Treffens, das vielleicht eines der bemerkenswertesten in der modernen Politikgeschichte war, überzeugte Elvis den Präsidenten, ihn zu einem Agenten der Rauschgift-Fahndungsbehörde des Bundes ("Federal Narcotics Bureau") zu machen und wartete geduldig, bis Nixon die Ernennung bestätigte und für ihn einen Ausweis und eine Dienstmarke besorgte. Dann fragte er Nixon, ob dieser auch zwei Mitglieder der "Memphis Mafia" empfangen würde, die ihn nach Washington begleitet hatten.
Nixon erklärte sich einverstanden und Jerry Schilling und Sonny West wurden hineingeleitet, um den Präsidenten zu treffen. Nach allgemeinem Händeschütteln erkundigte sich Elvis, ob die Jungs nicht auch einige Souvenirs von ihrem Besuch haben könnten. Der Präsident schenkte seinen Besuchern verschiedene Souvenirs mit dem Siegel des Präsidenten. Elvis war glücklich wie ein kleiner Junge, denn er verließ Washington als offizieller Rauschgiftfahnder und das Abzeichen war seit dem für ihn das Schmuckstück in seiner Sammlung von Polizeiabzeichen.
 
Die meist geklickte Website des "National Security Archive": http://www.gwu.edu/~nsarchiv/nsa/elvis/elnix.html

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P

Parker, Ed

Den in Hawaii geborenen Kenpo Karatelehrer Ed Parker lernte Elvis in seinem Studio in Pasadena, Kalifornien kennen. 1972 kam Elvis in Parkers Studio und fing an, ernsthaft Karate zu lernen. Es war Parkers Stil von Handkantenschlägen und Stößen, den Elvis auf der Bühne verwendete, wenn er den bewundernden Fans seine Karate-Übungen vorführte. Diese Art des Karate nennt man "Kenpo" und wurde von Ed Parker entwickelt, der hier eine pragmatische Selbstsverteidigungsmöglichkeit auf der Basis der fernöstlichen Philosophie des Karate mit einander in einklang brachte.
Parker wollte einmal Elvis‘ Namen verwenden, um eine Karatemeisterschaft zu promoten, aber der Colonel ließ Elvis nicht daran teilnehmen. Dieser Zwischenfall verursachte zeitweise Unstimmigkeiten zwischen Ed Parker und dem King, die jedoch geklärt werden konnten.
ein Jahr nach Elvis' Tod, 1978, schrieb er das Buch "Inside Elvis".
Am 15. Dezember 1990 starb Ed Parker.

 

Parker, Colonel Thomas

Die Lebensgeschichte des wohl extravagantesten, gewieftesten und gleichzeitig erfolgreichsten Manager im Showbusiness wurde in den letzten Jahren intensiv beleuchtet und spätestens mit der Veröffentlichung des Buches "Der Colonel" von Alanna Nash, wurden viele bis dato unbekannte Details aus dem Leben des Andreas van Kuijk, wie Parker mit eigentlichem Namen hieß, offensichtlich.
Nachdem er wohl illegal in die USA eingewandert war, schlug er sich in der ersten Zeit mit Jobs auf Jahrmärkten durch, hatte aber stets den großen Plan, im Showbusiness Fuß zu fassen. Er war ein kreativer Kopf und bald bekannt für „seine tanzenden Hühner“. Später war er ein erfolgreicher Hundefänger in Florida, wo er auch die ersten Kontakte zu Hollywood knüpfen konnte.
Seine Karriere als Promoter und Manager begann in den frühen 1950er Jahren mit Gene Austin, Eddy Arnold, Hank Snow und Tommy Sands.
Er erkannte Elvis‘ Potential sofort als er ihn daserste Mal auf der Bühne gesehen hatte und übernahm ihn am 15. März 1956 als Klient von Bob Neal.
Elvis und der Colonel schlossen einen Vertrag, der dem Colonel 25% von Elvis‘ Einnahmen zuerkannte und von diesem Tag an managte der Colonel nur noch Elvis. Parker schloß straffe und aggressive Verträge ab und sicherte sich und seinem Klienten dadurch ein gutes Einkommen.
Außerdem verschaffte er sich so die absolute Kontrolle über alle Fascetten von Elvis‘ Karriere.
Während es keinerlei Zweifel gibt, dass Parkers Genie als Showman und Promoter Elvis in die Höhen eines weltweiten Superstars brachte, war er auch dafür verantwortlich, dass Elvis auf einem künstlerisch frustrierenden Status quo gehalten wurde – der finanziell aber sehr lohnend war.
Da Parker immer den materiellen Wert seines Klienten in den Vordergrund stellte, vernachlässigte er den künstlerischen Aspekt völlig und trug dazu bei, dass Elvis nicht die kulturelle Anerkennung bekam, die ihm eigentlich zustand.
Parker trieb Elvis über Jahre hinweg über die Grenzen seiner Belastbarkeit hinweg an und hatte auf diese Weise sicherlich auch einen großen Anteil daran, dass Elvis viel zu früh verstarb.
 1967 handelte Parker seinen Vertrag mit Elvis neu aus und steigerte seinen Anteil auf unglaubliche 50%. Elvis wollte Parker mehrere Male feuern, aber der Colonel, der penibel Buch führte, präsentierte Vernon dann immer noch angeblich ausstehende Rechnungen in Millionenhöhe.
Da Parker eine schon krankhafte Vorliebe für das Glücksspiel hatte, musste er immer für monetären Nachschub sorgen. Auch nach Elvis' Tod war Parker nur durch ein Gerichtsverfahren von der weiteren Vermarktung seines ehemaligen Klienten abzuhalten.
Colonel Tom Parker, alias Andreas van Kuijk, starb am 21. Januar 1997 in Las Vegas.

Parry, Patti

Patti war eine von Elvis‘ liebsten Freundinnen. Sie lernte Elvis 1960 kennen, als sie und eine Freundin den Santa Monica Boulevard in Los Angeles herunter fuhren. Als sie neben Elvis an einer roten Ampel standen, kurbelte Patti einfach ihr Fenster herunter und sprach ihn an.
Elvis war beeindruckt. Er lud sie in sein Haus in Bel Air ein. Später hatten die beiden ein sehr gutes Verhältnis und Patti ging bei Elvis ein und aus.
Sie ist auch am Bühnenrand des "68 Comeback Specials" zu sehen und hat in den 1970er Jahren als Elvis' Friseurin gearbeitet. Elvis hatte stets die Wahl zwischen Larry Geller und Patti Parry.
Leider war ihre Gesundheit in den letzten Jahren durch ihre Alkoholsucht sehr angegriffen.
Sie starb am 27. Oktober 2011.

Perkins, Carl

Er wird von vielen als der Vater des Rock & Roll angesehen. Seine Aufnahme von "Blue Suede Shoes" war auf dem Weg nach oben, als er auf dem Weg nach New York zu einem Auftritt in der Ed Sullivan Show 1956 in einen schweren Autounfall verwickelt wurde. Sein Bruder starb bei diesem Unfall und Perkins verpasste seine Chance, im großen Stil der ganzen Nation vorgestellt zu werden.
Aber Sam Phillips hatte bereits 1955 so viel Vertrauen in das Potential von Perkins, dass er Elvis‘ Vertrag an RCA verkaufte, um das Geld zu bekommen, das er brauchte, um Perkins‘ Karriere voranzutreiben.
Elvis und Perkins waren Freunde und sie respektierten gegenseitig ihre musikalischen Fähigkeiten. Perkins hatte eines Tages 1956 das Sun Studio gebucht, um "Matchbox" aufzunehmen, als Elvis zusammen mit Johnny Cash und Jerry Lee Lewis vorbeischaute und die Session mit den bereits legendären Songs des "Million Dollar Quartett" endete.
Am 19.Januar 1998 starb Carl Perkins im Alter von 65 Jahren an den Folgen mehrerer Schlaganfälle und ist in Jackson, Mississippi begraben.

Mehr Informationen zu Carl Perkins unter: www.carlperkinsmuseum.com und

www.rockabillyhall.com/CarlPerkins.html

 

Phillips, Dewey Mills

Phillips, arbeitete beim Radiosender WHBQ in Memphis (kein Verwandter von Sam) und war der erste DJ, der Elvis' Musik über den Äther schickte - in einer Country Show mit dem Namen "Red, Hot and Blue" am 7. Juli 1954.
Dewey bekam immer die neusten Veröffentlichungen von Sam Phillips, um sie in seiner Show zu spielen. Als er "That’s All Right, Mama" hörte, war er so begeistert, dass er den Song sofort in seine Show einbaute und aufgrund der exorbitanten Publikumreaktion vierzehn Mal hintereinander spielte. Die Reaktion des Publikums war so immens, dass Phillips Elvis für sein erstes Radio Interview ins Studio holte und den aufgeregten jungen Mann zu dieser revolutionären Musik befragte.
Dewey Phillips starb am 28. September 1968 und ist in Crump, Tennesse beerdigt.

Phillips, Sam

Dieser legendäre Plattenproduzent, dessen Begabung, Talente zu erkennen und zu fördern, ihn zu einer der Legenden der Musikgeschichte überhaupt machte, begann seine Karriere damit, Rhythm & Blues Demos aufzunehmen, die er dann an unabhängige Plattenfirmen weiterverkaufte.
Sam war auf einer Farm aufgewachsen und seine Pläne, Strafverteidiger zu werden, musste er aufgeben, als sein Vater plötzlich starb und er seine Familie finanziell unterstützen musste. Er  bekam eine Stelle als DJ bei WLAY in Muscle Shoals, Alabama.
1944 wechselte Phillips nach Nashville, wo er bei WLAC arbeitete, später auch bei dem Sender in Memphis WREC.
Weil er davon überzeugt war, dass man jede Menge Geld damit machen könnte, die „schwarze Musik“ dem Mainstream vorzustellen, eröffnete er 1952 mit etwas Geld und Hilfe seines Bruders, dem Radiomoderator Judd "Sun Records", wo er sowohl Country & Western als auch R&B produzieren konnte.
Phillips Traum war, einen weißen Sänger zu finden, der im Stil der Schwarzen singt. Als seine Sekretärin Marion Keisker ihm erzählte, dass sie einen jungen Mann gehört hatte, der genau das tat, holte er ihn sich für eine Session ins Studio. Anfänglich war er von Elvis noch nicht sehr beeindruckt, aber er erkannte, dass der junge Mann Talent hatte und bat Scotty Moore darum, mit ihm zu arbeiten.
Das Ergebnis war zuerst eine eher zufällig entstandene Rockabilly-Version von "That’s all Right, Mama" und der Anfang von Rock & Roll. Wenn es Sam Phillips und sein „Sun Records“ nicht gegeben hätte – und den Reichtum an talentierten Musikern wie B.B. King, Ike Turner, Jerry Lee Lewis, Carl Perkins, Johnny Cash, Roy Orbison, Conway Twitty und Charlie Rich, den er ins Musikgeschäft mitbringen konnte – hätte die Popmusik der gesamten Vereinigten Staaten vielleicht eine ganz andere Richtung eingeschlagen.

 

Homepage des Sun Studios: www.sunstudio.com

Presley, Gladys Love Smith

Gladys Love Smith wurde am 25. April 1912 im Pontotoc County in Mississippi in einer Familie von Wanderarbeitern geboren. Ihre Eltern waren Robert Lee (Bob) Smith und Doll Mansell Smith. Sie wuchs in der bäuerlichen Armut auf, die für ihre Generation typisch war. Mit der Ausnahme ihres Vaters bestand ihre Familie aus Trinkern, die ständig in Schwierigkeiten zu geraten schienen, aber Gladys war als eine fröhliche und lustige junge Frau.
Sie war 22 Jahre alt, als sie am 17.Juni 1933 den neunzehnjährigen Vernon Elvis Presley heiratete. Die wirtschaftliche Depression machte das Leben für das junge Paar schwer und sie kämpften sehr, um sich über Wasser zu halten.
Gladys brachte am 8. Januar 1935 Zwillinge  auf die Welt . Der Erstgeborene - Jesse Garon –kam  tod auf die Welt, aber der andere - Elvis Aaron - war kräftig und gesund.
Der Verlust von Jesse lenkte Gladys‘ volle Aufmerksamkeit auf Elvis. Mutter und Sohn entwickelten eine enge Bindung, die sie bis zu ihrem Tod fest verband. Elvis überhäufte seine Mutter mit Autos, Häusern, Geld, Schmuck und Kleidung und er bestand darauf, dass sie und Vernon bei ihm in Graceland lebten.
Aber „Sattnin“, wie Elvis sie nannte, fühlte sich bei dem Erfolg ihres Sohnes nie ganz wohl, weil sie sich immer etwas wie ein Außenseiter fühlte. Als Elvis anfing, immer mehr Zeit auf Tourneen zu verbringen, wendete sie sich dem Wodka und Tabletten zu, um mit ihren schweren Depressionen fertig zu werden, die immer mehr Bestandteil ihres Lebens wurden.
Sie erlitt eine akute Hepatitis und starb am 14. August 1958 im Methodist Hospital an einem Herzinfarkt im Alter von 46 Jahren. Elvis war am Boden zerstört und hat sich vielleicht nie mehr ganz von diesem Verlust erholt. Sie wurde auf dem "Forest Hill Friedhof" beigesetzt. Nach Elvis' Tod wurde auch ihre sterblichen Überreste nach Graceland überführt und neben ihm im Meditationsgarten beigesetzt. Auf ihrem Grabstein steht: „Sie war der Sonnenschein unseres Hauses.“

Presley, Jesse Garon

Der totgeborene Zwillingsbruder von Elvis Aaron Presley, Jesse, wurde als erster geboren und der Arzt war sich nicht sicher, ob das zweite Kind überhaupt überleben würde. Aber Elvis, der ungefähr 30 Minuten später auf die Welt kam, war gesund und munter.
Jesse wurde am nächsten Tag in einem unmarkierten Grab auf dem "Priceville Cemetery" in der Nähe von East Tupelo, Mississippi beerdigt. Gladys kam nie ganz über seinen Tod hinweg und sie legte immer großen Wert darauf ihn als Familienmitglied in Erinnerung zu erhalten, indem sie über ihn sprach, als wenn er lebendig wäre und sie überlegte, was Jesse wohl täte, wenn er am Leben wäre.
Der Verlust von Jesse machte Gladys Elvis gegenüber sehr fürsorglich und sie lebte in der ständigen Angst, er könnte ihr auch noch genommen werden. Es ist möglich, dass Elvis‘ Streben nach Erfolg dadurch verursacht wurde, dass er seiner Mutter seinen eigenen Wert beweisen wollte.
Auf jeden Fall wuchs Elvis irgendwie im Schatten seines toten Bruders auf und Gladys ließ ihn so real erscheinen, dass Elvis sich in späteren Jahren sicher war, dass er mit Jesse sprechen konnte und dass er auf Tour und in Graceland bei ihm sei.

Presley, Lisa Marie

Lisa Marie, Elvis‘ großer Stolz und seine Freude, wurde am 1. Februar 1968 geboren und lebte in Graceland bis Priscilla und Elvis sich 1972 trennten.
Während der nächsten Jahre – bis kurz vor seinem Tod – besuchte sie Elvis in regelmäßigen Abständen und verbrachte ihre Ferien auf Graceland.
Lisa Marie war die Alleinerbin von Elvis‘ Besitz. Priscilla hatte immer darauf geachtet, Lisa Marie vom Leben im Rampenlicht zu schützen und bis zum heutigen Tag vermeidet Lisa die Öffentlichkeit wo sie nur kann, obwohl sie eigene Musik aufnahm (1. Album "To Whom it may concern", 2003) und auch schon auf Tour war.
1984 lernte sie den Gitarristen Danny Keough kenne, den sie im Oktober 1988 heiratete. Aus dieser Ehe hat sie zwei Kinder: Danielle (1989 geboren) und Benjamin Storm (1992 geboren). Kurz nach ihrer Scheidung heiratete sie 1994 Michael Jackson. Diese Ehe hielt nur zwei Jahre. Zwanzig Tage nach der Scheidung von Michael Jackson  heiratete Lisa Marie im August 2002 den Schauspieler Nicolas Cage. Auch diese Ehe sollte keine dauerhafte Beziehung sein und wurde am 26. mai 2004 geschieden. Aktuell ist sie seit dem 22. Januar 2006 mit Michael Lockwood verheiratet. 2008 kamen ihre Zwillinge auf die Welt. Nach einer Zeit in Grossbritannien, lebt die Familie nun wieder in den USA.
Lisa Marie ist Mitglied der Scientologen und steht auch in der Öffentlichkeit zu dieser Gemeinschaft.

Homepage von Lisa Marie Presley: www.lisapresley.com

Presley, Minnie Mae Hood

Minnie Mae war Elvis‘ Großmutter väterlicherseits, der er den Spitznamen „Dodger“ gegeben hatte. Minnie Mae lebte anfangs zusammen mit Gladys und Vernon in Tupelo und später auch auf Graceland. Als Elvis mit der Army nach Deutschland kam, begleitete sie Elvis und Vernon in die Goethestrasse 14 nach Bad Nauheim.
Minnie Mae hatte oft üble Laune, verwendete Schnupftabak und hatte meist den ganzen Tag lang ihre Sonnenbrille auf. Sie war nach dem Tod von Gladys eine große Stütze für Elvis.
Minnie Mae überlebte ihren berühmten Enkel und verstarb am 8. Mai 1980 nach zweimonatiger Krankheit im alter von 89 Jahren in Memphis.
Sie ist zusammen mit Elvis, Gladys und Vernon im Meditationsgarten neben Graceland beerdigt.

Presley, Priscilla Ann

Priscilla Beaulieu lernte Elvis kannen, als er gerade als G.I. in Deutschland stationiert war und sie als Tochter eines Captains der Air Force in Wiesbaden wohnte.
Die Hintergründe zu diesem Treffen werden von verschiedenen Zeitzeugen unterschiedlich beschrieben.
Von Beginn an total von ihr begeistert, lud er sie 1961 zu Weihnachten nach Graceland ein und überredete ihre Eltern, ihr zu erlauben 1962 ganz nach Memphis zu ziehen.
Sie besuchte dort die High School und anschließend das College. Es war kein Geheimnis, dass sie ineinander verliebt waren, aber auch dass Elvis außerhalb von Graceland sein ungebundenes Leben weiterführte. 1967 heirateten sie schließlich in Las Vegas in einer sehr kleinen Familienfeier – so klein, dass nicht einmal alle Mitglieder der " Memphis Mafia" eingeladen waren, was für Spannungen sorgte.
Am 1. Februar 1968 brachte Priscilla ihre Tochter Lisa Marie auf die Welt. Die Ehe hielt bis 1972 als sie mit Elvis‘ Karatelehrer Mike Stone ein Verhältnis hatte und Elvis um die Scheidung bat. Im August des selben Jahres reichte Elvis die Scheidung ein und im Oktober 1973 wurden sie endgültig geschieden.
Obwohl es in ihrer Beziehung immer wieder Spannungen gegeben hat, blieben Elvis und Priscilla bis zum Ende in Kontakt, um die Interessen von Lisa Marie zu wahren.
Nach Elvis' Tod startete Priscilla eine erfolgreiche Film- und Fernsehkarriere: sie wurde selbst zur Berühmtheit, hatte eine feste Rolle in "Dallas" (Jenna Wade) und in den "Naked Gun"-Filmen ("Die nackte Kanone").
Egal, wie man über die geschäftstüchtige Ex-Frau von Elvis denken mag, aber die Elvis-Fans müssen eines als große Leistung anerkennen: Priscilla hat 1982 Graceland der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und die Weichen für das Wirtschaftsunternehmen gestellt, das die "Elvis Presley Enterprises" heute ist.



Presley, Vernon Elvis

Elvis' Vater Vernon wurde am 10. April 1916 in Fulton, Mississippi als Bruder von Vester, Delta Mae, Nashville, Lorene und Gladys geboren. Die Presleys lebten schon seit Generationen in Mississippi und in den Wäldern um Tupelo und Fulton herum war der name "Presley" keine Seltenheit.
Er traf Gladys in den frühen 1930er Jahren und das Paar heiratete am 17. Juni 1933. Sie kämpften ums Überleben, das Geld war knapp und während der Depression waren sie auf die Hilfe von Freunden und Verwanden angewiesen. Als Elvis 1935 geboren wurde, arbeitete Vernon hart in den schlechten Jobs, die sich für jemanden ohne Schulabschluss anboten aber er hatte keine andere Wahl, denn die Zeiten waren hart.
1938 wurde er wegen Urkundenfälschung verurteilt und verbrachte daraufhin zwei Jahre im berüchtigten "Parchman Farm"-Zuchthaus. Nach seiner Freilassung blieb die Familie in Tupelo, bis sie 1948 nach Memphis zog um dort nach besseren Chancen zu suchen.
Das Schicksal der Familie besserte sich, als Elvis anfing mit seinem Gesang Geld zu verdienen und bereits Mitte der 1950er Jahre musste Vernon praktisch nicht mehr arbeiten. Als seine Frau 1958 starb, widmete er sich voll und ganz der Karriere seines Sohnes. Als Elvis eingezogen wurde, begleiteten er und Lamar Fike Elvis nach Deutschland, um ihm dort während seiner Dienstzeit Gesellschaft zu leisten.
1960 heiratete er Dee Stanley und brachte sie und ihre drei Söhne – Ricky, David und Billy – mit nach Graceland. Schließlich zog die Familie in ein Haus außerhalb des Grundstücks, da die Spannungen zwischen Elvis und Dee zunahmen.
Vernons Haus in der Hermitage Street war das Haus, in dem Priscilla zuerst lebte, als sie nach Memphis zog, um dort in die Schule zu gehen und natürlich um mit Elvis zusammen zu sein.
Elvis war seinem Daddy ergeben und er behielt ihn auf dem Posten seines Geschäftsführers. Ein Posten, für den Vernon absolut unqualifiziert war. Allerdings tat er sein Bestes und hatte die ganze Zeit über das Herz am rechten Fleck.
Unglücklicher Weise machte ihn seine eingeschränkte Kompetenz als Geschäftsmann zu einer leichten Beute für den gewieften Colonel Parker. Parker und Vernon waren wie Öl und Wasser, aber der Colonel war sich sehr wohl bewusst, dass eine qualifiziertere Kraft auf diesem Posten eine Gefahr für seine eigene Macht dargestellt hätte und so setzte er sich dafür ein, dass Vernon diesen Job weiter machte.
Vernon musste den viel zu frühen Tod seines Sohnes mit ansehen und starb am 26. Juni 1979 an Herzversagen in Memphis.


Presley, Vester

Vester war Vernon Presleys Bruder und Elvis' Onkel. Er arbeitete lange Jahre als Pförtner auf Graceland und kümmerte sich aufmerksam um die Fans, die geduldig an den berühmten "Music Gates" warteten, um einen Blick auf Elvis werfen zu können.
Er wirkte an den Büchern "A Presley Speaks" und "The Presley Family Cookbook" mit.
1981 spielte er sich selbst in dem Film "This Is Elvis" ("Das ist Elvis").
Am 18. Januar 1997 starb Vester Presley im Alter von 80 Jahren in Memphis.

 
 

 

 

 

 

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R

Rhee, Kang

Der gebürtige Koreaner, Kang Rhee, betrieb in Memphis eine Karate-Schule, wo Elvis in der Zeit von 1970-1974 intensiv trainierte. Rhee war und ist Großmeister in PaSaRyu-Karate und war einer von Elvis' Karate Lehrern in den 70ern, der viele Wettberwerbe ausrichtete und mittlerweile auch durch Wohltätigkeitsveranstaltungen in Tennessee hoch geachtet wird.
Am 16. Seotember 1974 verlieh Kang Rhee Elvis den 8. Dan (Schwarzer Gürtel) in einer kleinen, fast privaten Zeremonie, an der nur die Trainingskollegen und deren Familien teilnahmen.

 

 

 

 

 

 

 

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S

Scheff, Jerry

Jerry Scheff ist der Bassist der TCB Band.
Er wuchs in der Gegend von San Francisco auf und fing in der Schule an, Tuba zu spielen, bevor er später auch noch Bass lernte. Seine musikalische Richtung war Jazz und R&B. Im Alter von 15 Jahren spielte er in Clubs in seiner neuen Heimatstadt Sacramento und in San Francisco. Jerry ging dann zur U.S. Navy und landete in der "Navy School of Music" in Washington, D.C. Er nahm an einem neun Monate langen Lehrgang an Musiktheorie und Harmonielehre teil und er spielte Jazz mit einigen großartigen Musikern.
Nachdem er aus der Navy entlassen wurde, zog er nach Los Angeles und spielte regelmäßig in Clubs. Der erste Hit bei dem Scheff Bass spielte, war ein Album mit der Gruppe "The Association", mit den Singles "Along Comes Mary" und "Cherish". Ein besonderes Highlight seiner Karriere war das Doors-Album "L.A. Woman".
In den späten 1960er traf er auf den Gitarristen James Burton, der sich an Jerry erinnerte, als er 1969 eine Live-Band für Elvis zusammenstellte. Scheff arbeitete von 1969 bis 1973 und von 1975 bis 1977 für Elvis, auf der Bühne und bei vielen Studioaufnahmen.
Wenn er über diese Jahre nachdenkt, sagt Jerry: „Elvis hatte einen großen Einfluss auf meine Karriere. Es war, wie noch einmal in die Schule zu gehen.“

 

Homepage von Jerry Scheff: www.jerryscheff.com

 

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Schilling, Jerry

Obwohl Jerry Elvis schon 1954 bei einem Football-Spiel in Memphis kennenlernte, sollte es noch einige Jahre dauern, bis er dann 1964 ein volles Mitglied der "Memphis Mafia" wurde.
Anders als viele von Elvis' Entourage verließ Jerry den "Inner Circle" für eine Zeit lang, um eine Ausbildung als Filmcutter im Filmgeschäft zu starten und lernte das Handwerk von der Pike auf, das ihm später zugute kam. Jerry trainierte auch mit Elvis Karate und wurde in der Runde der Karate-Sportler mit dem Spitznamen „Puma“ bedacht.
Vielleicht auch wegen seiner Selbständigkeit wurde aus Jerry und Elvis enge Freunde und Elvis wusste genau, dass er sich stets auf Jerry verlassen konnte.
Wie die anderen "Mafiosi" auch, hatte er kleine Rollen in Elvis-Filmen wie z.B. "The Trouble With Girls" ("Immer Ärger mit den Mädchen") oder kann als Komparse in "Viva Las Vegas!" gesehen werden.  Nachdem er 1976 einen neuen beruflichen Weg einschlug und ins Management wechselte, arbeitete er mit Showgrößen wie Billy Joel, den "Beach Boys" und den "Sweet Inspirations" zusammen
Als Lisa-Marie ihre Gesangskarriere startete, übernahm Jerry das Management für ihre ersten Gehversuche.
Jerry lebt immernoch in dem Haus in Hollywood, das Elvis ihm einst geschenkt hat. Er hat 2007 "Me and a guy named Elvis: my lifelong friendship with Elvis Presley" herausgebracht.


Scrivener, Mildred

Als die Geschichtslehrerin von Elvis an der "Humes High School" hatte Mildred eine große Zuneigung zu Elvis als Schüler gefasst und sie brachte Elvis dazu, in der jährlichen Frühjahrsshow der Schule mitzuwirken. Elvis sang am 9. April 1953 "Keep Them Cold Icy Fingers Off Of Me" und die Reaktion des Publikums war so enthusiastisch, dass sie ihn für eine Zugabe noch einmal auf die Bühne schickte. Sie war es, die das Selbstvertrauen des jungen Elvis etwas steigerte, und ihn damit einer Karriere als Sänger näherbrachte.


Smith, Billy

Billy und Elvis waren Cousins und wuchsen miteinander auf, sie trennten sich nie.
Elvis stand Billy näher als beinahe jedem anderen in der "Memphis Mafia" und er gab sich immer große Mühe, ihm in seiner Welt einen Platz einzuräumen. Billy war nie weit weg. Er lebte zusammen mit seiner Frau Jo in einem Wohnwagen auf dem Gelände von Graceland. Er kümmerte sich sowohl auf den Tourneen um Elvis‘ Garderobe als auch zuhause auf Graceland.
Billy und seine Frau spielten das letzte Racquetballspiel mit Elvis in der Nacht in der er später sterben sollte.
Nach Elvis' Tod blieb er noch eine kurze Weile auf Graceland und zog dann mit seiner Familie nach Mississippi.

 

Homepage der Memphis Mafia: www.blacksheep.com/portfolio/memphismafia

Smith, Gene / "Junior"

Eines der ersten Mitglieder der Memphis Mafia; er und Elvis waren Cousins und Kindheitsfreunde, sie jobbten gemeinsam, hatten miteinander Verabredungen mit Mädchen und sie blieben sich nahe. Wie sein Cousin Billy Smith lebte auch Gene in Graceland und er war für Elvis‘ Garderobe zuständig. Er hörte 1969 zusammen mit einigen anderen auf, für Elvis zu arbeiten, weil es mit Vernon Unstimmigkeiten bezüglich der Bezahlung gab.

Spreckles, Judy Powell

Nach ihrer kurzen Ehe mit dem Magnaten Adolph Spreckles war sie die Erbin der Spreckles-Zucker-Dynastie.
Von 1956 an, bis zu seinem Eintritt in die Army 1958 gehörte Judy mit zu Elvis und sie begleitete ihn sogar am Tag seines Wehrdiesntantrittes.

 

Stanley, Davada (Dee)

Die in Tennessee geborene Dee Elliot lernte Vernon 1958 in Deutschland kennen und sie heirateten 1960 in Tennessee, nachdem sie sich von dem Army Sergeant William Stanley hatte scheiden lassen. Sie und ihre drei Söhne zogen 1960 nach Graceland, aber sie und Elvis kamen nicht gut miteinander aus.
Seine Abneigung ihr gegenüber führte dazu, dass sie in ein eigenes Haus in der direkten Nachbarschaft von Graceland umzogen. Sie lebte zusammen mit Vernon bis sie sich 1977 scheiden ließen.
Davada Dee schrieb auch ein Buch über ihre Zeit in der Familie Presley, das jedoch eher zu den weniger guten Veröffentlichungen gehört.

 

Stanley, David Edward

1955 geboren zog David zusammen mit seinen Brüdern 1960 in Graceland ein, als seine Mutter Dee Vernon heiratete. Am 8. Juni 1972 begann David, entgegen dem Willen seiner Mutter, als Teenager für Elvis zu arbeiten. Zuerst war er so eine Art "Mädcvhen für alles"und später ein Bodyguard.
Als das jüngste Mitglied der "Memphis Mafia" blieb er bis zuletzt bei seinem Stiefbruder und er war einer der Männer, die auf Graceland Dienst hatten, als Elvis starb.
Heute ist er Vorsitzender der "David Stanley Communications und Impello Media Group". Er ist überregional bekannt als Redner, Schriftsteller und Produzent. Er lebt zusammen mit seiner Frau Jennifer in Dayton (Ohio).

 

Homepage von David Stanley: www.tcbkenpo.com/david_stanley.htm

 

Stanley, Richard Earl (Rick)

1953 geboren war der „rastlose Rick“ einer von Dees drei Söhnen und Elvis‘ Stiefbruder. Er war als persönlicher Assistent und Bodyguard auf der Gehaltsliste. Während seiner Zeit bei Elvis entwickelte er ein Drogenproblem und wurde 1975 festgenommen, weil er in einem örtlichen Krankenhaus versuchte, ein gefälschtes Rezept für Amphetamine einzulösen. Es wurde behauptet, er sei eine Drogenquelle für Elvis gewesen. Er wurde nach einem Streit mit Linda Thompson gefeuert, aber er kehrte zurück nachdem sich Elvis und Linda getrennt hatten.
Rick unterzog sich einer Behandlung seiner Drogenabhängigkeit und wurde in den späten 1970er Jahren ein Prediger.

 

Stanley, William (Billy)

Billy ist der älteste der Stanley-Söhne und er wurde im Januar 1953 geboren. Elvis nannte ihn „Charlie Manson“, wegen seinem bedrohlichen Blick.
In den Jahren nach Elvis‘ Tod hat er an mehreren Büchern mitgearbeitet, darunter "Elvis: We Love You Tender", das er zusammen mit seiner Mutter und den Brüdern David und Rick geschrieben hat und "Elvis: My Brother, An Intimate Family Memoir".

 

Stefaniak, Elisabeth Claudia

Die gebürtige Deutsche war Elvis‘ Sekretärin in Bad Nauheim nachdem sie einige Male mit ihm ausgegangen war. Sie lebte mit der Familie Presley in der Goethestrasse 14 zusammen und verdiente $35 in der Woche.
1960 heiratete sie Rex Mansfield, einen Army-Freund von Elvis. Zusammen schrieben sie das Buch "Elvis in Deutschland" ("Elvis the Soldier") und "Sergeant Presley: Our Untold Story Of Elvis' Missing Years".

 

Strada, Al

Strada war 1972 ursprünglich als Sicherheitsmann auf Graceland eingestellt worden. Er sollte nachts auf Priscilla und Lisa-Marie aufpassen, wenn Elvis unterwegs war.
Mit der Zeit entwickelte es sich, dass er auch noch weitere Aufgaben übernahm. Er und seine Frau Sandy begleiteten Elvis sehr oft auf Tour.

 

Sumner, J.D. & The Stamps

"J.D. Sumner and the Stamps" arbeiteten von 1971 bis 1977 als Backgroundgruppe für Elvis und das sowohl bei seinen Konzerten in Las Vegas und auf Tourneen als auch bei Aufnahmesessions im Studio.
Die letzte Formation der "Stamps" bestand aus J.D. Sumner (Bass), Ed Enoch (Lead), Ed Hill (Bariton) und Rick Strickland (Tenor), der erst Anfang der 1990er Jahre zur Gruppe kam und zeitlebens ein Elvis Fan war.
Zu den Zeiten als sie mit Elvis tourten waren Bill Baize, Donnie Sumner, Larry Strickland, Dave Rowland, Tony Brown und Richard Sterban weitere Mitglieder der legendären Gruppe.
Sumners Beziehung zu Elvis begann schon lange vor der Zusammenarbeit mit den "Stamps". Elvis, damals noch ein Teenager mit Koteletten und außergewöhnlicher Kleidung, besuchte oft die monatlichen Gospelkonzerte im "Ellis Auditorium" in Memphis. Er gehörte hinter der Bühne schon beinahe zum Inventar, wo er die Sänger traf, die er so sehr bewunderte.
Einer dieser Sänger war J.D. Sumner, der damals noch Mitglied der "Blackwood Brothers" war. Sumner und die anderen warteten schon immer auf Elvis, wenn sie in der Stadt waren. Eines Nachts war Elvis nicht da und als sie ihn das nächste Mal in Memphis trafen, fragte Sumner, warum er zuvor nicht da gewesen ist. Elvis gab zu, dass er einfach nicht genug Geld für eine Eintrittskarte gehabt hatte. Von da an ließ Sumner Elvis immer umsonst durch die Bühnentür hinein. Sumner dazu: „Das nächste woran ich mich erinnere ist, dass Elvis mich umsonst durch seine Bühnentür hineinließ!“
Nachdem J.D. Sumner im November 1998 gestorben war, bildeten Ed Enoch, Ed Hill und Rick Strickland eine neue Gruppe, die zusammen mit ihrem neuen Mitglied Tom Graham, als "Ed Enoch & The Golden Covenant" bekannt geworden ist.

 

Homepage von J.D. Sumner und den Stamps: www.thestamps.com

 

The Sweet Inspirations

Der Gesang der "Sweet Inspirations" bereicherte Aufnahmen von Aretha Franklin und anderen Legenden. Sie hatten mit eigenen R&B-, Gospel- und Pop-Aufnahmen Erfolg, insbesondere mit ihrer ersten Hit Single "Sweet Inspiration", die der Gruppe den Namen gab und ihnen in den späten 1960er Jahren eine Grammy Nominierung einbrachte.
Es war dieser Song, der Elvis auf sie aufmerksam machte. Elvis nahm sie ohne ein extra Vorsingen als Background-Gruppe und Vorband unter Vertrag, als er 1969 in Las Vegas auf die Bühne zurückkehrte.
Die "Sweet Inspirations" lernten Elvis kennen, als sie zu den Proben für die Auftritte im August 1969 eintrafen. Die „Sweets“ arbeiteten mit Elvis in Vegas, bei seinen Tourneen und bei Aufnahmesessions von 1969 bis 1977.
Die Originalgruppe bestand aus Myrna Smith, Sylvia Shemwell, Estelle Brown und Cissy Houston (die Mutter des Superstars Whitney). Houston verließ die Gruppe nach ihrem ersten Auftritt mit Elvis um solo weiterzumachen. Smith, Shemwell und Brown blieben während den Elvis-Jahren zusammen aber schließlich trennten sich ihre beruflichen Wege.
In den 1990er Jahren kam die Gruppe wieder zusammen und Mitte der 1990er Jahre kam Portia Griffin als neues Mitglied dazu.
Mittlerweile sind sowohl Sylvia Shemwell als auch Myrna Smith verstorben. Sylvia starb am 13. Februar 2010 nachdem sie Jahre zuvor zwei Schlaganfälle erlitten hatte und Myrna verstarb am Hl. Abend 2010 an einem Nierenversagen und einem Schlaganfall.

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T

Taurog, Norman

Dieser bekannte Filmemacher führte in neun Elvis-Filmen Regie: "Blue Hawaii" ("Blaues Hawaii"), "Double Trouble" ("Zoff für Zwei"), "G.I. Blues" ("Café Europa"), "Girls! Girls! Girls!" ("Girls Girls Girls"), "It Happened At The World’s Fair" ("Ob blond, ob braun"), "Live A Little, Love A Little" ("Liebling, lass das Lügen"), "Speedway" ("Speedway"), "Spinout" ("Sag niemals ja") und "Tickle Me" ("Cowboy-Melodie").
Er und Elvis arbeiteten gut zusammen und waren gute Freunde. Taurog sagte immer, dass Elvis, wenn er bessere Drehbücher bekommen hätte, sich als talentierter, vielleicht sogar als großartiger Schauspieler hätte beweisen können.

 

Thompson, Linda Diane

Als Schönheitskönigin begann Linda 1972 mit Elvis auszugehen und schließlich zog sie nach Graceland. Sie blieb dort fast fünf Jahre lang und während dieser Zeit war sie seine treue Gefährtin, seine Freundin, Geliebte und Vertraute. Anders als seine früheren Freundinnen und auch anders als seine Ex-Frau, begleitete Linda Elvis auf Tour und in Las Vegas.
Elvis gab im Laufe der Jahre Hunderte und Tausende Dollars für ihren Schmuck und ihre Kleidung aus.
Als sich sein Medikamentenmissbrauch verschlimmerte und sich sein Zustand verschlechterte, wurde es immer schwieriger, mit ihm zusammenzuleben und Linda verließ ihn schließlich 1976, um selbst nicht zugrunde zu gehen.
„Sie war gut für ihn, sie hat ihr bestes gegeben und sie ist so lange geblieben, wie sie nur konnte,“ sagte einer der Stanley-Brüder. „Es wurde gegen Ende nur wirklich zu schwer.“
Nachdem Elvis gestorben war, arbeitete Linda weiterhin fürs Fernsehen, sie trat bei "Hee Haw" auf und machte Werbung. Was allerdings erst relativ spät bekannt wurde ist, dass Linda eine sehr erfolgreiche Songwriterin ist und in den USA zur ersten Garde gehört.
Sie war sechs Jahre lang mit dem Olympiateilnehmer Bruce Jenner verheiratet und heiratete später den Musikproduzenten David Foster.
Linda Thompson hat sich in ihren wenigen Interviews, die sie seit Elvis' Tod gegeben hat auch stets mit Details zurück gehalten, das ihr die Fans hoch anrechnen.

 

Thompson, Sam

Auf Empfehlung seiner jüngeren Schwester Linda Thompson hin wurde Sam in der Mitte der 1970er Jahre als Bodyguard bei Elvis eingestellt.
Thompson wurde schnell als ein Freund der Familie gesehen und als Teil der "Memphis Mafia" war er stets in greifbarer Nähe für Elvis.
Vier Jahre lang war er Shelby County Deputy Sheriff und dann begann nach dem Abschluss seines Jurastudiums als Richter am Jugendgericht in Memphis zu arbeiten. Nach seiner Pensionierung zog er nach Los Angeles und fing an, im Musikgeschäft Fuß zu fassen, managte u. a. den aufstrebenden Michael Bublé. Danach arbeitete er im Bereich "Erneuerbare Energien" für den Staat Nevada und wohnt heute mit seiner Frau Louise in Las Vegas.

 

Tutt, Ronnie

Er ist der Schlagzeuger der TCB Band. Ronnie Tutt stammt aus Dallas, Texas. Er studierte Musik an der Universität von North Texas und hatte seine ersten Auftritte in der Gegend von Dallas/Fort Worth.
1963 zog er nach Memphis und spielte in einigen der großartigsten Rhythmusgruppen während dieser aufregenden Zeit in der Musikgeschichte von Memphis. 1969 spielte er bei Elvis vor, der eine Band für seine Verpflichtung in Las Vegas zusammenstellte und bekam den Job. Außer seinem Talent als Schlagzeuger, von dem er mehr als alle seine Konkurrenten hatte, hatte er auch eine besondere Art, mit Elvis in Kontakt zu treten – er beobachtete ihn, stellte Augenkontakt her und sah so vorher, was Elvis mit einem Lied tun wollte.
Ihre „musikalische Kommunikation“ war zentraler Teil einer großartigen Show. Von 1969 bis 1977 war er Elvis‘ Schlagzeuger auf der Bühne und bei einer Reihe von Studioaufnahmen.
Lange Zeit war Tutt Studiomusiker in Los Angeles und später in Nashville. Seine Arbeit mit Elvis wird am meisten gewürdigt, aber seine Liste von Leuten mit denen er arbeitete, umfasst auch andere Legenden aus Pop, Rock und Country-Musik. Einige Jahre lang war er Teil der "Jerry Garcia Band", mit der er Alben aufnahm und auf langen Tourneen war. Seit 1981 ist er Mitglied von Neil Diamonds Band, nimmt mit ihm auf und begleitet ihn heute noch weltweit auf seinen sehr erfolgreichen Tourneen.

 

Homepage der TCB Band: www.scheff.com/tcb

 

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V

Voice

Donnie Sumner, ein ehemaliges Mitglied der "Stamps", gründete das Trio "Voice" 1973 zusammen mit den ehemaligen Mitgliedern der "Statesmen" Sherill Nielsen und Tim Baty.
Sie kamen über einen kleinen Umweg mit Elvis zusammen, der für sie einen Auftritt mit Tom Jones organisiert hatte. Als dieser nicht zustande kam, nahm Elvis die Gruppe selbst unter Vertrag. "Voice" wurde seine zusätzliche Backgroundgruppe auf der Bühne und sangen auch privat mit ihm Gospel.
Die Gruppe arbeitete von 1973 bis 1975 mit Elvis, aber Nielsen, der auch als Mitglied der "Imperials" 1966 mit Elvis Aufnahmen gemacht hatte, blieb bis 1977.
Später änderte Nielsen seinen Vornamen von Sherill zu Shaun. Alle drei Mitglieder der ehemaligen Gruppe Voice setzten ihre Solokarrieren fort.
Sherill/Shaun Nielsen verstarb am 10. Dezmber 2010 im Alter von 68 Jahren an Lungenkrebs.

 

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W

West, Delbert (Sonny)

„Mr. Eagle“ wurde Elvis von seinem Cousin Red vorgestellt. Als Teil der "Memphis Mafia" war er ein starker und bestimmender Bodyguard. Er lebte mit seiner Ehefrau Judy auf dem Gelände von Graceland.
Er war verantwortlich für die Pflege und Instandhaltung von Elvis‘ Fuhrpark bestehend aus Autos, Motorrädern, Schneemobilen, Golf Carts und allem sonst was einen Motor und Räder hatte. Seine Liebe für Autos deckte sich genau mit Elvis‘ Geschmack für Geschenke und im Laufe der Jahre bekam Sonny von seinem Chef zahlreiche Cadillacs, Harleys und Pick-up Trucks.
Wie üblich hatte auch er kleine Rollen in mehreren ElvisFilmen, darunter "Kid Galahad" (Harte Fäuste, heiße Liebe) und "Stay Away Joe ("Harte Fäuste heiße Lieder). Außerdemtourte er mit Elvis bis 1976 .
In diesem Jahr wurde er zusammen mit seinem Cousin Red und dem Leibwächter Dave Hebler von Vernon gefeuert. Zusammen shrieben sie Elvis: What Happened?, ein Buch, das den Medikamentenkonsum des Kings offen legte und ihre Beziehung zu Elvis für immer ruinierte.
Die Wests stellten immer wieder heraus, dass sie das Buch schrieben, weil sie Elvis dazu bringen wollten, sich helfen zu lassen und nicht um ihn zu zerstören. Aber binnen zwei Wochen nach der Veröffentlichung des Buches war Elvis tot.
In der Zwischenzeit hat Sonny ein zweites Buch vorgelegt, das weitaus versöhnlicher und milder klingt "Still Taking Care Of Business"

 

Homepage der Memphis Mafia: www.blacksheep.com/portfolio/memphismafia

West, Robert Gene (Red)

1936 in Memphis geboren und auch dort aufgewachsen kannte Red West Elvis länger als jeder andere in der "Memphis Mafia", vielleicht mit der Ausnahme von Elvis‘ Cousin Gene Smith.
Sie lernten sich in der "Humes High School" kennen, wo Red besonders als talentierter Boxer und Footballspieler auffiel.
Red mochte Elvis und er kämpfte für ihn bei einigen Schulhofschlachten. Die beiden wurden unzertrennliche Freunde und als Elvis 1955 anfing mit den "Blue Moon Boys" auf Tour zu gehen, kam Red als Fahrer mit.
1956 ging er zu den Marines und begleitete Elvis später nach Deutschland, kehrte aber kurze Zeit später wieder nach Memphis zurück und als Elvis 1960 aus der Army entlassen wurde, war Red wieder an seiner Seite.
Red war ein harter Kerl, kräftig und aggressiv, genau richtig um sich ums Geschäft zu kümmern und nie zu feige für einen Kampf.  Sonny und Red wären nie wegen besonderer Feinfühligkeit aufgefallen, aber sie waren absolut die Richtigen, wenn es darum ging, Ärger vom King fernzuhalten. Als sein Bodyguard begleitete Red Elvis nach Hollywood und begann dort eine eigene Film- und Fernsehkarriere. Er hatte Rollen in fast allen von Elvis‘ Filmen: Er war ein Indianer in "Flaming Star" ("Flammender Stern"), Hank Tyler in "Wild In The Country" ("Lied des Rebellen"), ein Wachmann der Bank in "Follow That Dream" ("Ein Sommer in Florida"), ein Bongo spielendes Mitglied einer Bootscrew in "Girls!Girls!Girls!" ("Girls Girls Girls"), Fred in "It Happened At The World’s Fair" ("Ob blond, ob braun"), ein Mann am Pool in "Fun In Acapulco" ("Acapulco"), einer der Söhne des "Lone Star States" in "Viva Las Vegas" ("Tolle Nächte in Las Vegas"), ein Arbeiter auf dem Jahrmarkt in "Roustabout" ("König der heißen Rhythmen"), ein Mann im "Kit Kat Club" in "Girl Happy" ("Kurven-Lilly"), ein Rabauke in der Bar in "Tickle Me" ("Cowboy-Melodie"), ein Mörder in "Harum Scarum" ("Verschollen im Harem"), Rusty in "Paradise Hawaiian Style" ("Südseeparadies"), ein Mitglied in Shortys Crew in "Spinout" ("Sag niemals ja"), ein Statist in "Clambake" ("Nur nicht Millionär sein"), und ein Zeitungsangestellter in "Live A Little, Love A Little" ("Liebling, lass das Lügen"). Er hatte außerdem viele kleine Rollen in anderen Filmen und arbeite für Fernsehserien als Schauspieler und Stuntman. Red war auch Songschreiber; er komponierte (oder wirkte zumindest mit) mindestens acht Songs, die Elvis aufnahm, darunter: "You’ll Be Gone", "Separate Ways" und "Holly Leaves And Christmas Trees".
1961 heiratete er Elvis‘ Sekretärin Pat Boyd. Als er 1967 nicht zu Elvis' Hochzeit nach las Vegas eingeladen worden war kam es zu einem gewaltigen Riss in der Freundschaft der beiden Männer.
West sagt, er wäre immer mehr von Elvis‘ zunehmendem Medikamentenkonsum beunruhigt gewesen und als er, sein Cousin Sonny und Dave Hebler 1976 von Vernon gefeuert wurden, beschlossen sie, zusammen ein Buch zu schreiben, um das ans Licht zu bringen. Ihnen zufolge wollten sie mit der Publikation von "Elvis: What Happened?" den Mann, den sie liebten, dazu bringen, sich besser um sich selbst zu kümmern.
Red und Pat West lebten in Memphis und betrieben dort ihre eigene Schauspielschule. Mittlerweile hat Red West auch Charakterrollen in Hollywoodproduktionen übernommen und ist Bürger der Stadt Biloxi, Mississippi.

Homepage der Memphis Mafia: www.blacksheep.com/portfolio/memphismafia

Homepage der Schauspielschule: http://redwestacting.isfun.net

 

Westmoreland, Kathy

Kathy war die Sopranistin, die Elvis bei seinen Konzerten von 1970 – 1977 begleitete. Sie nahm den Platz von Millie Kirkham ein, die aus persönlichen Gründen nicht mehr mit Elvis auf Tour gehen konnte.
Elvis stellte Kathy dem Publikum immer als „das schöne kleine Mädchen mit der hohen Stimme“ vor. In diesen sieben Jahren hatten sie eine Art "On-Off"-Beziehung, wie sie in ihrer Autobiographie "Elvis and Kathy" beschreibt. Elvis schenkte Westmoreland mehrere Autos und andere Dinge. Sie sang "My Heavenly Father Watches Over Me" bei Elvis‘ Beerdigung.
1978 trat sie in der Broadway Show "The Legend Lives" auf und 1979 sang sie für den Soundtrack des Fernsehfilms "Elvis".

Homepage von Kathy Westmoreland: www.kathywestmoreland.com

 

Wilkinson, John Richard

John war Rhythmus-Gitarrist der TCB Band, vom Las Vegas Opening 1969 bis zum letzten Konzert in Indianapolis 1977.
Wilkinson ist besonders bekannt durch sein Gitarrenspiel bei "Early Morning Rain", das Elvis ab 1974 immer wieder ins Programm nahm und Wilkinson damit dem Publikum vorstellte.
Nachdem er 1989 einen Schlaganfall erlitten hatte, blieb sein linker Arm gelähmt und er konnte nicht mehr Gitarre spielen. Aber John gab nicht auf und machte weiter. Er war immer ein gern gesehener Gast bei Elvis-Events und veröffentlichte mehrere Bücher über sein Leben und seine Karriere. U. a. "My Life before, during and after Elvis Presley".
John ist seit längerer Zeit an Darmkrebs erkrankt, meldet sich aber immer wieder bei den Fans und erfreut sich eines stabilen Zustandes.

 

Homepage von John Wilkinson: http://www.johnwilkinson.net/

 

Wood, Anita

Diese talentierte und blonde Schönheit war ein neunzehnjähriger Disc Jockey und Gastgeber der Fernsehshow "Top Ten Dance Party", als sie im Juli 1957 die Aufmerksamkeit von Elvis auf sich zog. Sie bat seinen Freund Cliff Gleaves, sie vorzustellen und fünf Tage nachdem er das erste Mal mit ihr tanzen war, lud er sie nach Graceland ein, um sie seinen Eltern vorzustellen. Unabhängig, intelligent und geduldig war Wood eine von Elvis ernsthaften Romanzen.
Viele Familienmitglieder und Freunde dachten, er wollte sie heiraten. Einige berichten, dass das Paar so etwas geplant hatte, bevor Elvis zur Army ging, aber dass diese Idee vom Colonel im Keim erstickt wurde, weil er nicht wollte, dass sich sein Junge fest an ein Mädchen bindet.
Als Elvis in Deutschland allerdings Priscilla kennen lernte, kühlte diese Beziehung schnell ab. Anita nahm einige Lieder auf, bevor sie schließlich den ehemaligen Star der "Cleveland Browns" Johnny Brewer heiratete.
In den späten 1970er Jahren verklagte sie eine Zeitung, die behauptet hatte, sie hätte auch nach ihrer Hochzeit mit Brewer weiterhin eine Romanze mit Elvis gehabt.
Sie bekam eine beachtliche Entschädigung in der Höhe von $ 240.000.

Wood, Natalie

Natalie und Elvis wurden einander in Hollywood von ihrem gemeinsamen Schauspieler-Freund Nick Adams vorgestellt und sie waren 1956 eine kurze Zeit zusammen. Sie teilte Elvis‘ Leidenschaft für Motorräder und löste einen nationalen Sturm der Entrüstung aus, als sie mit Elvis auf seiner Harley durch Memphis brauste.
Sie mochten einander wirklich gerne, aber aus Gründen, die eher mit den Karrieren der beiden als mit Liebe zu tun hatten, schien es einfach nicht miteinander zu funktionieren.
Sie blieben die Jahre über in Kontakt und sprachen in den höchsten Tönen voneinander.
Am 28.11.1981 ertrank Natalie bei einem Bootsunfall.

 

 

 

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