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"Follow That Dream" Newsletter September 2020

Das Sammler-Label FTD kündigt für Oktober 2020 zwei neue Ausgaben an

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BRUCE JACKSON ON THE ROAD WITH ELVIS von "FTD"

Limitierte Sonderauflage des Buchs plus 3-CD von "Follow That Dream" angekündigt

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Sir Thomas Jones würdigt Elvis

Der 74-jährige gebürtige Sänger aus Wales, Sir Thomas Jones Woodward, würdigt auf seiner derzeitigen Europa-Tour seinen Freund Elvis Presley.

Am Montag, den 6.7.2015, trat der "Tiger" im Rahmen des Tollwood-Festivals in München auf. Das "Musikarena" genannte Zelt war voll begeisterter Fans. Trotz der Hitze kam Sir Thomas wie in den letzten Jahren gewohnt mit Sakko auf die Bühne, das er erst gegen Ende der Show bei "You Can Leave Your Hat On" ablegte. Natürlich war das schwarze Hemd nass wie in Wasser eingetaucht. Neben seinen Hits sang Tom Jones mit seiner außergewöhnlichen Stimme vier Lieder, die auch Elvis in seinem Repertoir hatte: "Tomorrow Night, I'll Never Fall In Love Again, Shake A Hand und Green, Green Grass Of Home". Zusätzlich zollte er seinen Tribut an Elvis mit einem emotionalen "Elvis Presley Blues" (Welch/Rawlings, 2001). Tom hatte sein Idol Elvis erstmals 1965 bei den Dreharbeiten zu "Paradise, Hawaiian Style" getroffen. Es entwickelte sich eine Freundschaft, die erst durch Elvis' Tod endete.

Wie viele seiner berühmten Kollegen war auch Tom in der Kindheit ein Elvis-Fan, was seine eigne Gesangskarriere vorantrieb. Während seiner zwei Jahre dauernden schweren Tuberkulose-Erkrankung in der Kindheit hörte er viel Musik. Statt Sport konzentrierte er sich auf das Singen. Mit seiner kraftvollen Stimme, seinem Talent und seiner Vielseitigkeit beeindruckte der ehemalige Hilfsarbeiter und Staubsaugervertreter das Publikum. 1963 wurde er Frontmann der Gruppe "Tommy Scott and the Senators", die hauptsächlich in Clubs in Süd-Wales auftrat. 1964 wurde er entdeckt, kam nach London und wurde als Tom Jones bekanntgemacht. Während seine erste Single nicht einmal in die Charts kam, war seine zweite, "It's Not Unusual", Anfang 1965 Nummer 1 in England und kam in die US Top Ten. Es folgten Songs für die Filme "What's New Pussycat" und den James Bond Klassiker "Thunderball". 1967 trat er erstmals in Las Vegas auf. Bis 2011 sang er jedes Jahr mindestens eine Woche in der Spielerstadt. Er entwickelte seinen Stil, sein Bühnen-Outfit und wurde zum Publikums-Liebling, dem die weiblichen Fans heute noch Unterwäsche auf die Bühne werfen.
In seiner TV-Show "This Is Tom Jones", die von 1969 bis 1971 in England und den USA ausgestrahlt wurde, hatte er immer wieder bekannte Stargäste, die er präsentierte und oft mit ihnen im Duett sang. Darunter Größen wie Johnny Cash, Jerry Lee Lewis, Janis Joplin. Von 1980 bis 1981 moderierte er 24 Variety-Shows, die in Kanada produziert wurden.
Hits wie Delilah (1968), She's a Lady (1972), Kiss (1988), Sexbomb (1999) machten den "Tiger", wie er sich selbst bereits in der Anfangszeit bezeichnete, unsterblich. Ähnlich wie Elvis sang Tom Jones nicht nur einen Musikstil, sondern bewegte sich in verschiedenen Genres. Neben Pop-Schlagern war er auch im Country-Bereich erfolgreich (Beispiel: Green Green Grass Of Home) und 2004 machte er mit dem Pianisten Jools Holland ein großartiges Boogie-Woogie/Blues-Album, das jedoch nur in England in die Top Ten kam und zu Unrecht wenig bekannt ist. Als Songschreiber fungierte er erstmals bei seinem Album 24 Hours von 2008.
Auch als Schauspieler war er in einigen Filmen und TV-Serien tätig, wie zum Beispiel "Appointment with Destiny" (1972), "Pleasure Cove (1979), "Fantasy Island" (1984), "Mars Attacks" (1996) und "Under Milk Wood" (2014). Tom Jones erhielt im Laufe seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen. 1966 gewann er den Grammy Award als "Best New Artist". 1970 wurde er als "Best TV Actor" für einen Golden Globe nominiert. 1989 bekam er seinen Stern am "Hollywood Walk of Fame" und den "MTV Video Music Award". Er ist Inhaber von zwei Brit Awards, Best British Male (2000) und Outstanding Contribution to Music (2003). Bereits 1999 wurde er als OBE (Most Excellent Order of the British Empire) ausgezeichnet und 2006 folgte der Ritterschlag durch Queen Elizabeth II.

Sein nächstes Konzert ist am 10. Juli in Norwegen, danach folgen Auftritte bei verschiedenen Festivals in England und Frankreich, am 23. Juli kommt er nochmals nach Deutschland, ins Schloss Emmeram (Thurn und Taxis) in Regensburg. Danach geht's wieder nach England mit Abstechern nach Belgien, Bratislava und Teneriffa. Das letzte bisher angekündigte Konzert findet in der O2-Arena in London statt, wo sich bis 10.1.2016 auch die Elvis-Ausstellung befindet.

Thank you, Sir Thomas, for still entertaining us and sharing your feelings about Elvis!

Andreas Pendl, Elvis-Presley-Gesellschaft

 
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