

Shelley Fabares verstorben
Die Schauspielerin und Sängerin Shelley Fabares gehörte über Jahrzehnte zum amerikanischen Fernsehen. Für Elvis-Fans ist sie aber eher bekannt durch ihre Rollen in gleich drei Filmen an der Seite von Elvis: „Girl Happy“ („Kurvenlilly“, 1965), „Spinout“ („Sag niemals ja“, 1966) und „Clambake“ („Nur nicht Millionär sein“, 1967).
Fabares war selbst ein Star in der amerikanischen Unterhaltung. Bekannt wurde sie im Fernsehen als Mary Stone in „The Donna Reed Show“, in der sie in 275 Episoden mitwirkte. 1962 erreichte sie mit dem Song „Johnny Angel“ die Spitze der US-Billboard-Charts. In den 80ern feierte sie als Christine Armstrong in der Fernseh-Sitcom „Coach“ („Mit Herz und Scherz“) weitere Erfolge und wurde dafür zweimal für den Emmy nominiert.
Die Zusammenarbeit mit Presley blieb ihr aber besonders in Erinnerung. Über ihren ersten Drehtag bei MGM erzählte sie später: „Die Präsenz, die dieser Mann hatte … jeder verstummte. Niemand tat irgendetwas. Man blieb einfach stehen und sah ihm zu.“
In diesem Moment sei ihr bewusst geworden, dass sie tatsächlich mit Elvis Presley drehen würde. „Ich dachte: ,Oh mein Gott, das ist Elvis Presley. Ich werde in seiner Nähe niemals den Mund aufbekommen‘.“ Seine Ausstrahlung habe sie völlig überwältigt.
Trotzdem dauerte es nicht lange, bis aus der ersten Verunsicherung Vertrautheit wurde. „Manchmal trifft man jemanden, sagt Hallo und der andere sagt Hallo, und plötzlich macht es einfach Klick“, beschrieb sie später. Genau das sei zwischen ihnen passiert. „Wir haben uns einfach sofort verstanden.“ Aus der gemeinsamen Arbeit entwickelte sich eine Freundschaft. Eine Liebesbeziehung habe es aber nicht gegeben. „Wir haben uns am Ende wirklich gemocht, aber ein Verhältnis hat es nicht gegeben“, erinnerte sie sich. Sie glaubte, dass gerade diese ungezwungene Freundschaft für Elvis etwas Besonderes gewesen sei: „Ich glaube, das war für ihn sehr erfrischend. Es erlaubte ihm, sich auf eine Weise zu entspannen, wie er es wahrscheinlich nicht konnte, wenn ständig eine sexuelle Anziehung im Raum stand.“
Einer ihrer für Fabares eindrucksvollsten Erinnerungen ereignete sich während der Dreharbeiten zu „Spinout“. Sie saß ebim Mittagessen in der Kantine der MGM-Studios. Sie saß mit dem Rücken zur Tür. Plötzlich standen die Leute auf und liefen zur Tür. Verwundert drehte sie sich um und sah dort Elvis stehen. Da er keinen Tumult provozieren wollte verschwand er schnell wieder. Selbst auf dem Gelände des großen Filmstudios, wo sich die Hollywoodstars die Klinke in die Hand gaben und man an große Stars gewöhnt war, hatte sein Erscheinen diese Wirkung.
Für Fabares war das ein Blick zurück auf den jungen Mann, der diesen Ruhm schon früh erlebt hatte. „Wie muss das erst für einen 19-jährigen jungen Mann aus Tupelo gewesen sein, so etwas zu erleben? Und das nicht nur zehnmal sondern hundertmal mehr. Damit war er ja quasi chancenlos es zu überleben.“
Ihr letzter gemeinsamer Film war „Clambake“. Von diesen Dreharbeiten blieb ihr ein besonders persönlicher Moment. In der letzten Szene sollte sie sein Portemonnaie öffnen. Presley und seine Freunde hatten darin im Vorfeld ein Scherzfoto versteckt, das eine grotesk aussehende ältere Frau ohne Zähne zeigte. Als Fabares das Bild sah, musste sie so lachen, dass auch Presley nicht mehr an sich halten konnte. Der Setfotograf hielt den Moment fest.
Wenn sie über die drei Filme mit Presley sprach, kam immer wieder dieselbe persönliche Wärme zum Vorschein. Was davon blieb, war für sie vor allem die Erinnerung an einen Menschen, mit dem sie sich sofort verstanden hatte.
Michele Ann Marie Fabares starb am 22. August 2026 im Alter von 82 Jahren in Los Angeles an einer Lungenentzündung.
Quellen: Diverse

